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Hurrell überrascht gegen Bunting - Littler lässt Suljovic keine Chance

kicker

Nach dem Aus von Ricardo Pietreczko gegen den Schweden Andreas Harrysson bekamen die Zuschauer im Ally Pally am Samstagabend ein rein englisches Duell zu sehen. Stephen Bunting, der im vorherigen Jahr im Halbfinale am späteren Weltmeister Luke Littler scheiterte, war gegen James Hurrell der klare Favorit.

Die Nummer 4 der Welt kam gegen seinen Landsmann (63.) zunächst aber überhaupt nichts ins Spiel. Hurrell scorte zuverlässig auf die Triple-Felder und sicherte sich souverän den ersten Satz. Auch nach der ersten Pause war "Hillbilly" stark unterwegs und zog mit einem Average von knapp unter 100 in Legs auf 2:0 davon.

Bunting benötigt Anlaufzeit

Angestachelt von diesem überraschend starken Auftritt drehte "The Bullet" aber auf - und mit einem 161er-Finish den zweiten Satz. Im dritten lag Bunting zunächst souverän auf Kurs, die Entscheidung fiel aber erst im Decider. Diesen entschied Bunting mit einem weiteren High-Finish (121 Punkte) für sich.

Wer dachte, dass Bunting ab sofort für klare Verhältnisse sorgen könnte, sah sich getäuscht. Hurrell witterte weiterhin seine Chance und stand im Average konstant bei fast 100 Punkten, was Bunting nicht mitgehen konnte. Es wurde Hurrells Spiel des Lebens im Ally Pally: Im vierten und fünften Satz ließ er Bunting übergreifend nur ein Leg und streute selbst gleich zweimal fünf Perfekte mit ein.

Schindler oder Searle warten

Als Hurrell beim Stand von 2:1 im sechsten Satz zum Match anwarf, war ihm aber plötzlich ein Hauch Nervosität anzumerken. Bunting dagegen blieb cool und glich mit dem Rücken zur Wand noch zum 3:3 aus. Nach einem Break zum 2:1 war es wieder Hurrell, der auch im alles entscheidenden siebten Satz Anwurf zum Match hatte. Diesmal ließ er Bunting nicht noch einmal rankommen und versenkte seinen zweiten Matchdart in der Doppel-20.

Nach Chris Dobey ist mit Bunting, der einen deutlich niedrigeren Average als sein Landsmann spielte (91,43 zu 98,48), schon der zweite Halbfinal-Teilnehmer aus dem vergangenen Jahr ausgeschieden. Auf Hurrell wartet in der Runde der letzten 16 der Sieger des Duells zwischen Martin Schindler und Ryan Searle.

Littler gibt keinen Satz ab

Die letzte Partie des Tages bestritten Mensur Suljovic und Luke Littler. Der Österreicher (Nummer 60 der Welt) witterte im Vorfeld zwar durchaus seine Chance, wurde vom Titelverteidiger aber rasch auf den Boden der Tatsachen geholt. Obwohl Suljovic mit einem Average von fast 98 Punkten startete, ließ ihm der 18-Jährige in den ersten beiden Sätzen kein einziges Leg.

Durch gleich zwei Breaks erzwang Suljovic dafür in Satz drei den Decider, der dank eines 124er-Finishs allerdings auch an Littler ging. So spannend wurde es im letzten Satz nicht mehr, immerhin ein Leg holte Suljovic aber noch. Über die Doppel-3 beendete "The Nuke" die Partie und verbesserte zugleich seinen persönlichen Rekord-Average bei einer WM auf 107,09.

Im Achtelfinale trifft Littler entweder auf Damon Heta oder Rob Cross.