Für Dominik Grüllich war es in seiner noch jungen Karriere die erste Teilnahme bei einer Weltmeisterschaft. Nach anfänglicher Nervosität und einem 1:3 im ersten Durchgang kam der Deutsche gegen den klar favorisierten Jermaine Wattimena aber im zweiten Satz besser ins Spiel und glich aus. Nach Satz drei ging er sogar in Führung und schnupperte an der zweiten Runde. Letztlich behielt der Niederländer aber die Nerven und setzte sich knapp mit 3:2 durch.
Nach seinem Match zeigte sich der 23-jährige Deutsche am Mikrofon von Sport1 extrem ehrlich und sagte: "Die Enttäuschung ist gar nicht so da, weil ich bin eigentlich froh, dass es vorbei ist. Aber es war ein sehr schöner Moment. Ich weiß nicht, was ich sagen soll, es ist alles so neu für mich."
Klingt nach einer Menge Druck und nach vielen neuen Impressionen, die Grüllich nach seinem ersten Auftritt bei der Weltmeisterschaft im Ally Pally erst einmal verarbeiten muss. "Die Eindrücke waren einfach viel zu groß. Da bin ich wahrscheinlich nicht zu sehr in den Fokus hereingekommen. Ab und zu war er mal da. Aber dann kam die 83 einfach viel zu oft."
Grüllich: "Es ist so überwältigend"
Stolz sein kann Grüllich auf sein WM-Debüt aber allemal. Immerhin hatte er es mit der Nummer 19 der Welt zu tun, die er am Rande einer Niederlage hatte. Dennoch war es in Summe von beiden Spielern kein hochklassiges Spiel. Der Deutsche spielte nur einen Average von 81,67, was für eine Überraschung dann definitiv zu wenig war. Doch auch Wattimena blieb mit 88,61 im Schnitt unter seinen Möglichkeiten und bot dem Außenseiter damit die Chance, an der Überraschung zu schnuppern.
"Es ist so überwältigend, das erste Mal da oben auf der Bühne zu stehen. Da kriegt man das alles drumherum gar nicht so mit", sagte Grüllich, der 32 Prozent seiner Versuche auf die Doppel traf (8/25) und bei seinem WM-Debüt eine 180 warf.