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In den entscheidenden Momenten da: Pietreczko zieht in die 2. Runde ein

kicker

Mit de Sousa wartete auf Pietreczko ein durchaus erfahrener Gegner, der mit dem Grand-Slam-Sieg 2020 und einer WM-Achtelfinal-Teilnahme 2023 bereits auf sich aufmerksam gemacht hatte. Infolgedessen brach er aber etwas ein, verpasste unter anderem die WM im vergangenen Jahr. Gegen den Weltranglisten-73. war Pietreczko, der auf Rang 33 gelistet und mit einem durchaus guten Gefühl zur WM gereist ist, aber dennoch der klare Favorit.

Der erste Satz begann für Pietreczko dann aber alles andere als optimal. Gleich im ersten Leg schnappte sich de Sousa das Break und brachte im Folgenden auch sein Anwurfleg zum 2:0 durch. Der Portugiese hatte dann sogar die Chance auf das nächste Break und damit den Satz, er ließ jedoch einen Dart auf das Bullseye aus. Pietreczko bedankte sich und drehte den ersten Satz trotz einer insgesamt ausbaufähigen Perfomance, insbesondere auf die Doppel - vor allem, weil de Sousa etwas schwächelte.

Dritter Matchdart sitzt

Im zweiten Durchgang begegneten sich beide Kontrahenten dann auf einem weitestgehend überschaubarem Level auf Augenhöhe. Pietreczko schaltete im entscheidenden Moment jedoch einen Gang hoch, schnappte sich unter anderem dank einer wichtigen 180 im letzten Leg das Break und gewann so auch den zweiten Satz mit 3:2 für sich. Der dritte Satz war dann im Grunde ein Abbild des vorherigen - bloß in umgekehrten Rollen. Beide Akteure entschieden jeweils ihre ersten beiden Anwurfslegs für sich, ehe de Sousa davonzog und sich das wichtige Break zum 1:2 in den Sätzen holte.

Pietreczko hatte in dieser Phase für einen Moment etwas mit sich zu kämpfen, er traf kaum noch Triple-Felder. Aber erneut warf er beim Stand von 1:1 in den Legs zum richtigen Zeitpunkt eine 180 und breakte de Sousa, der zuvor das Doppel verfehlt hatte. Mit dem eigenen Anwurf konnte er nun das Spiel entscheiden - und er tat es mit dem dritten Matchdart auf die Doppel-20. Am Ende stand für den 31-Jährigen ein Average von 90,86 - gegenüber 90,46 auf Seiten de Sousas - sowie eine Doppelquote von 44 Prozent (36,36 bei de Sousa).

"Ich bin ganz schlecht in das Spiel reingekommen. Mitte des dritten Satzes habe ich auf einmal voll die Kreislaufprobleme bekommen. Mir war teilweise schwarz vor Augen", berichtete ein sichtlich erleichterter Pietreczko anschließend bei DAZN. Nach Arno Merk, Gabriel Clemens und Max Hopp hat er als vierter Deutscher die zweite Runde erreicht, in die auch noch Niko Springer, Martin Schindler und Dominik Grüllich folgen wollen - bislang musste sich einzig Lukas Wenig nach der Niederlage gegen Wesley Plaisier verabschieden. In der nächsten Runde warten auf Pietreczko nun entweder Dave Chisnall oder Fallon Sherrock. Der einstige Top-10-Spieler de Sousa verliert durch das Erstrunden-Aus hingegen seine Tourkarte.

Im Anschluss war dann zunächst der Niederländer Danny Noppert, die Nummer sechs der Welt, gefordert. Gegen seinen Landsmann Jurjen van der Velde kam er beim 3:1 nur kurz in Bedrängnis, löste die Aufgabe insgesamt souverän. Ähnlich erging es dem Waliser Gerwyn Price. Der Weltmeister von 2021 hatte zum Auftakt wenig Mühe. Beim 3:0-Erfolg über den Tschechen Adam Gawlas präsentierte er sich in guter Form. Allerdings hatte Gawlas - der einen mageren Avarage von 79,1 Punkten spielte - den durchschnittlich 96,44 Punkten von Price auch wenig bis nichts entgegenzusetzen.