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Soutar gewinnt Krimi mit 16. Matchdart - Williams schon im No-Look-Modus

kicker

Im ersten Duell der Dienstags-Nachmittagssession bezwang Alan Soutar mit viel Mühe den finnischen WM-Debütanten Teemu Harju mit 3:2. Dabei sah es anfangs nach klaren Kräfteverhältnissen aus: Soutar (Nummer 54 der Weltrangliste) ging ohne Leg-Verlust mit 2:0 in Sätzen in Führung. Doch Harju kämpfte sich zurück und machte den Zwei-Satz-Rückstand wett.

Entscheidung im allerletzten Leg

Der fünfte und entscheidende Satz glich für die beiden Dartsprofis einer Achterbahnfahrt. Das Spiel ging nach 5:5 in den Legs in den alles entscheidenden Durchgang. Soutar, der zuvor 15 Matchdarts liegen ließ, verwandelte auf der Doppel-16 zum 6:5 und zog damit in Runde 2 ein, wo es der Schotte am 22. Dezember mit dem niederländischen Europameister Gian van Veen (23) zu tun bekommt.

Obwohl es beileibe nicht das ansehnlichste Spiel der bisherigen Weltmeisterschaft war, (16/49 Checkouts bei Soutar, 11/38 bei Harju) war es allemal das nervenaufreibendste Duell im Londoner Alexandra Palace.

Hood und Williams ohne Probleme

Für eindeutigere Verhältnisse sorgte Justin Hood, der ohne Mühe gegen den Waliser Nick Kenny mit 3:0 in Sätzen gewann. Der Engländer gab insgesamt nur drei Legs ab und wies eine ordentliche Doppelquote von rund 42 Prozent (9/21) auf. Kenny traf zwar drei seiner vier Versuche auf Doppel, kam aber über die Partie hinweg viel zu selten zu den Gelegenheiten.

Problemlos zog auch Scott Williams, Überraschungs-Halbfinalist der WM 2024, eine Runde weiter. Showmann "Shaggy" zeigte gegen Paolo Nebrida von den Philippinen auch sein Markenzeichen - die No-Look-180, bei der er beim letzten Wurf nicht mehr auf das Brett schaut. Auch das Ende gestaltete der Engländer spektakulär, bei 92 Rest wählte er den sehr ungewöhnlichen Weg über 20, Doppel-18, Doppel-18.

Mit einem Average von 99,25 und einer starken Double-Quote (9/14) unterstrich die Nummer 36 der Weltrangliste seine Ambitionen. Williams trifft in der 2. Runde auf den Gewinner der Partie zwischen Jermaine Wattimena (Niederlande) und dem Deutschen Dominik Grüllich.

Auch Dobey im Double-Trouble

Zum Abschluss der Nachmittagssession ging noch ein Hochkaräter ans Oche. Chris Dobey, die Nummer acht der Weltrangliste, traf auf den krassen Außenseiter Xiaochen Zong - und tat sich erstaunlich schwer. Der Chinese startete mit vier perfekten Darts in die Partie und gewann überraschend mit einem Wurf aufs "Madhouse" den zweiten Satz. Wie so viele Spieler bei der laufenden WM zeigte auch Dobey Schwächen auf die Doppelfelder, steigerte sich aber noch rechtzeitig und setzte sich letztlich verdient mit 3:1 durch. Seine Checkout-Quote war mit 27,03 Prozent (10 von 37) allerdings einen Hauch schlechter als die des "Pandaman" (27,78 - 5 von 18).