Ally-Pally-Debütant Dominik Grüllich ist bei der Darts-WM in der ersten Runde ausgeschieden. Der Oberbayer, der es als einziger der acht gestarteten Deutschen zum Start mit einem gesetzten Spieler zu tun bekam, unterlag dem Niederländer Jermaine Wattimena nach beachtlicher Vorstellung mit 2:3.
Der für seine schnellen Würfe bekannte Wattimena, Nummer 19 der Welt, machte zunächst scheinbar kurzen Prozess mit dem 23-Jährigen. Im zweiten Satz aber legte Grüllich seine Nervosität ab und gestaltete das Duell in der Folge offen. Er holte sich den zweiten und den dritten Satz, doch der erfahrene Wattimena schlug zurück und verwandelte seinen ersten Matchdart.
"Es ist so überwältigend, das erste Mal da oben zu stehen. Da kriegt man gar nicht alles mit", sagte Grüllich bei Sport1: "Die Eindrücke waren einfach viel zu groß. Dadurch bin ich nicht so sehr in den Fokus reingekommen."
Deutsches Quintett in der zweiten Runde
Nach dem überraschenden Auftakt-K.-o. von Niko Springer sowie dem Aus von Lukas Wenig stehen damit fünf Deutsche in der zweiten Runde: Topspieler Martin Schindler, Ricardo Pietreczko, Gabriel Clemens, Max Hopp und Arno Merk.
Sherrock ausgeschieden - "Mighty Mike" müht sich
Nicht mehr dabei ist unterdessen Fallon Sherrock. Die 31 Jahre alte Engländerin war beim 0:3 gegen Dave Chisnall chancenlos. Damit geht das Warten auf den ersten Sieg einer Frau seit 2019 weiter. Damals bezwang Sherrock selbst ihre Konkurrenten Ted Evetts und Mensur Suljovic. Chisnall trifft nun auf Pietreczko.
„Ich fühle mich gut, aber es hat kaum etwas funktioniert.“ (Michael van Gerwen)
Der dreimalige Weltmeister Michael van Gerwen hatte bei seinem Auftaktmatch völlig unerwartet enorme Probleme. Gegen den 52 Jahre alten Japaner Mitsuhiko Tatsunami setzte sich der an drei gesetzte "Mighty Mike" vor den Augen des ehemaligen englischen Fußball-Nationalspielers Peter Crouch nach Rückstand nur mit 3:1 durch, dabei verwandelte er erst seinen dritten Matchdart. Zuvor hatte der Japaner mehrere Chancen auf den Satzausgleich liegen lassen.
"Ich fühle mich gut, aber es hat kaum etwas funktioniert", sagte van Gerwen. "Er hat mich wirklich hart arbeiten lassen."