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Nachmittag der Debütanten: Fans feiern Sakai und Munyua

kicker

In der Nachmittagssession am Donnerstag fehlten zwar die ganz großen Namen, dafür feierten aber gleich drei Spieler ihr Debüt. Unter anderem trat im ersten Duell des Tages Patrik Kovacs an Oche. Allerdings unterlag der Ungar dem solide spielenden Callan Rydz mit 0:3. Der Viertelfinalist der letztjährigen WM wies eine solide Doppelquote von rund 37 Prozent auf, traf zwar nur drei 180er, aber war in den entscheidenden Situationen abgeklärter als sein Gegner.

Sichtlich mehr als Kovacs genoss Motomu Sakai sein WM-Debüt auf der größten Dartsbühne im Alexandra Palace. Bei seinem Walk-On legte der Japaner eine Tanzeinlage ein, die das Publikum begeisterte. Jedoch vergaß der 28-Jährige dabei den obligatorischen Handschlag mit den Referees. Nachdem auch sein Gegner Thibault Tricole auf der Bühne gestanden war, lieferte Sakai mit einem Lächeln seine Handshakes nach.

Japaner Sakai "möchte ein Star werden"

Doch der Japaner war nicht nur ein Showmacher, sondern lieferte auch am Oche ab. Während die ersten beiden Sätze erst im Decider an Sakai gingen, gewann er den Dritten prompt zu null. Dabei kratze er zwischenzeitlich an einem 100er-Average und setze mit einem Finish bei 148 Punkten ein Ausrufezeichen.

Nach seinem Triumph verriet Sakai im Interview mit Sport1, dass "sein Nummer eins Ziel ist, mit dem Darts ein Star zu werden." Auf ihn wartet in Runde 2 der Schwede Andreas Harrysson, der sich überraschend gegen Ross Smith durchsetzen konnte (3:2).

Joyce ohne Probleme gegen Bates

Keinerlei Probleme in Runde 1 hatte Ryan Joyce (Nummer 24 der Setzliste) gegen Owen Bates. Über die Partie hinweg zeigte sich "Relentless" gewohnt stark auf die Doppel (9/14, 64 Prozenz) und dominierte mit einem Average von 95,27 das Geschehen. Insgesamt gab Joyce nur ein Leg ab und setzte sich letztlich verdient mit 3:0 durch.

Zum Abschluss der Nachmittagssession gab es im Duell der Marke David gegen Goliath einen weiteren Spieler, der seine Premiere feierte: David Munyua - der erste Kenianer überhaupt, der auf der größten Darts-Bühne der Welt antrat - forderte Mike De Decker, die Nummer 18 der Welt.

Schnell spielte sich der Außenseiter in die Herzen des Ally Pally, doch verrechnete sich zweimal und zeigte Nerven: Auch aus diesem Grund sicherte sich De Decker die ersten beiden Sets.

Munyua ringt De Decker nieder

Doch Munyua gab nicht auf. Mit sechs perfekten Darts ließ er die Halle aufhorchen und verkürzte auf 1:2. Im vierten Satz schien das Momentum endgültig auf seiner Seite: Er ging mit 2:1 in Führung und hatte Anwurf - doch De Decker schlug eiskalt zurück. Ein spektakuläres 130er-Finish über das Bullseye brachte das Break. Dennoch ließ der Belgier drei Matchdarts liegen. Munyua nutzte die Chance, glich zum 2:2 aus und erzwang den entscheidenden fünften Satz.

Diesen eröffnete De Decker mit sieben perfekten Darts, scheiterte jedoch erneut am Doppel. De Deckers Checkout-Quote von 11 aus 45 war an diesem Tag miserabel. Munyua konterte nervenstark - inklusive Bullseye-Finish. Er ging mit 2:1 in Führung, vergab im vierten Leg seinen ersten Matchdart - doch er durfte noch einmal ans Oche und machte das Comeback perfekt

Unter dem tosenden Jubel des Ally Pally flossen beim bescheidenen Munyua die Tränen. Mit diesem Sieg schrieb er nicht nur Darts-Geschichte mit dem ersten Sieg eines Kenianers überhaupt bei der WM, sondern wurde gemeinsam mit Sakai zum gefeierten Mann des Nachmittags im Ally Pally. "Das ist unglaublich. Ich bin glücklich, was hier heute passiert ist. Das ist ein ganz großer Moment für Kenia und Afrika. Wir können es schaffen", so der 35-Jährige.