Fehlercode: %{errorCode}

Anderson schaltet van Gerwen im Duell der Weltmeister aus - Humphries souverän

kicker

Zum Auftakt in den Abend kam es zum Duell zweier Youngsters. Doch während der 20-jährige Charlie Manby bei der WM seinen Durchbruch erlebt, konnte sich van Veen (23) mit zwei Junioren-WM-Titeln und dem Sieg bei den European Darts Championship bereits in den Top-10 etablieren. Seiner Favoritenrolle wurde der Niederländer von Beginn an gerecht. Satz eins schnappte sich van Veen im Decider, in den er mit sechs perfekten Darts gestartet war.

Van Veen zweimal mit sechs perfekten Darts

Auch im zweiten Satz sah es zunächst danach aus, als würde van Veen davonziehen. Er ließ jedoch drei Breakchancen liegen, kassierte danach postwendend selbst das Break und folglich den Satzausgleich. Davon aus der Ruhe bringen ließ er sich allerdings nicht. Mit einem starken 132er-Finish über das Bullseye schnappte sich Satz Nummer drei zur erneuten Führung. Van Veen marschierte nun weg, im vierten Satz, den er ebenfalls für sich entschied, gelangen ihm erneut sechs perfekte Darts.

Manby ließ zwar vereinzelt immer wieder sein Können aufblitzen, am Ende musste er sich aber deutlich mit 1:4 in den Sätzen geschlagen geben. Sowohl beim Average (98,48 zu 94,74) als auch bei den geworfenen 180ern (neun gegenüber einer) und der Doppelquote (48,15 zu 47,06) war van Veen, für den es im Viertelfinale nun gegen Luke Humphries geht, überlegen.

Double-Trouble bei van Gerwen - Anderson zieht ins Viertelfinale ein

Das zweite Spiel des Abends hatte es dann in sich, denn es kam zum insgesamt 75. Duell zwischen zwei prägenden Figuren des Darts-Sports: Gary Anderson (2015 und 2016) und Michael van Gerwen (2014, 2017, 2019) können zusammengenommen fünf WM-Titel vorweisen. Anderson legte in seinem Anwurfsatz los wie die Feuerwehr, checkte gleich mal 108 Punkte. Trotz zwischenzeitlicher Probleme auf die Doppel schnappte sich der Schotte den hochklassigen ersten Durchgang im Decider.

Auch in Satz zwei begegneten sich beide auf Augenhöhe, erneut ging es in den Decider. Diesen durfte van Gerwen eröffnen, der bis auf eine 180 aber keine Triple traf. Anderson bedankte sich mit einem 78er-Finish und ging mit 2:0 in den Sätzen in Führung. Van Gerwen kam zunächst erstarkt aus der Pause, sicherte sich ein Break und verkürzte in den Sätzen. Allerdings konnte der Niederländer daran nicht anknüpfen. Denn er holte zwar auch in diesem Satz ein Break, gleichzeitig gab er seinen Anwurf wegen einiger Fehlwürfe auf die Doppel auch zweimal her, sodass Anderson mit 3:1 in Führung ging.

"The Flying Scotsman" eröffnete folglich den nächsten Satz, mit dem er das Match eintüten konnte. Und Anderson bot van Gerwen mit verpassten Chancen aufs Doppel mehrfach die Möglichkeit, zurückzuschlagen und zu verkürzen. Doch auch der Dritte der Setzliste hatte weiterhin Double-Trouble und vergab mehrfach. So war Anderson schließlich zur Stelle und nutzte seinen zweiten Matchdart zum 4:1-Erfolg.

Van Gerwen war am Ende der Spieler mit dem höheren Average (99,81 zu 99,1), ausschlaggebend für sein Ausscheiden war jedoch schlicht die schlechtere Doppelquote von nur 31,03 Prozent (38,24 bei Anderson) - allen voran in den entscheidenden Momenten versagten "MVG" die Nerven. Auf Anderson wartet in der nächsten Runde die WM-Überraschung Justin Hood, die am Vormittag glatt in vier Sätzen gegen Josh Rock gewonnen hatte.

Doets darf nur kurz von Überraschung träumen

Den Abschluss machte der Weltranglistenzweite und Weltmeister von 2024, Luke Humphries, der es mit Kevin Doets, einem weiteren Niederländer, zu tun bekam. Und Anlaufzeit benötigte das Spiel keinesfalls, Doets schnappte sich sogar - inklusive sechs perfekter Darts - den ersten Satz, in dem beide Spieler einen starken Average von über 110 Punkten spielten. Humphries beeindruckte das aber nicht, kam genauso stark aus der Pause, während Doets etwas nachließ. Folglich gelang dem Favoriten der 1:1-Ausgleich.

Humphries kontrollierte und dominierte das Spiel dann in der Folge quasi nach Belieben. Doets konnte mit dem hohen Level, das sein Kontrahent an den Tag legte, schlicht nicht mehr mithalten. Auch die Sätze drei und vier gingen mit insgesamt 6:1 in den Legs an Humphries. Mit seinem erstem High Finish über 118 Punkte schnappte er sich auch im fünften Satz gleich das nächste Break und bog so auf die Siegerstraße ein.

Mit seinem zweiten Matchdart sicherte er sich so den letztlich hoch souveränen Viertelfinaleinzug. Am Ende standen bei Humphries ein starker Average von 103,07 Punkte (92,33 bei Doets) und eine Doppelquote von 48 Prozent zu Buche - auch Doets traf 45 Prozent der Doppel, er gab aber schlicht weniger als die Hälfte der Versuche von "Cool Hand Luke" ab, der weiter auf seinem zweiten WM-Titel hoffen darf.