Michael Smith - vor dem Turnier an Nummer 28 gesetzt - startete die Abendsession mit seiner Partie gegen den Niederländer Niels Zonneveld. Der erste Satz ging direkt an Zonneveld, der die Nummer 44 der Welt ist. Danach steigerte sich der "Bullyboy" aber enorm und es fühlte sich nach dem 1:1 in den Sätzen so an, als würde er die Partie an sich reißen. Zonneveld spielte jedoch hervorragend, bewies immer wieder überragendes Timing und konterte dadurch jede noch so starke Aufnahme von Smith. Das Spiel ging am Ende mit 3:1 an den Niederländer.
Dobey zollt seinem Gegner Respekt
Im zweiten Spiel des Abends war dann die Nummer 8 der Welt, Chris Dobey, gegen Andrew Gilding gefordert. Obwohl Gilding mit Platz 34 der Weltrangliste gar nicht weit entfernt von den Top 32 ist, war Dobey der klare Favorit. Er holte sich auch den ersten Satz, aber dann drehte Gilding (Spitzname "Goldfinger") mal so richtig auf. Er gewann drei Sätze in Folge und dadurch auch das Match. Bei einem 99er-Average und einer Doppelquote von 37 Prozent konnte "Hollywood" ihm letztlich nur Respekt zollen.
Im letzten Spiel des Abends war dann aber das Favoritensterben vorbei: Stephen Bunting (4) traf auf Nitin Kumar, der vor dem Turnier gar nicht in der Order of Merit auftauchte. Und "The Bullet" gab sich überhaupt keine Blöße. Er gab lediglich ein einziges Leg ab und gewann das Spiel entsprechend problemlos mit 3:0. Eine echte Herausforderung war das aber nicht, denn Kumar spielte einen Average von 75 Punkten und eine Doppelquote von nur 14 Prozent.
Gilding könnte auf Hopp treffen
Für die drei erfolgreichen Spieler dieses Abends geht es mit der dritten Runde nach Weihnachten weiter. Zonneveld trifft im ersten Spiel der Nachmittagssession am 28. Dezember auf Jonny Clayton. Gilding bekommt es am Tag zuvor im letzten Spiel der Nachmittagssession entweder mit Luke Woodhouse oder dem deutschen Comebacker Max Hopp zu tun. Bunting spielt im zweiten Spiel der Abendsession ebenfalls am 27. Dezember gegen James Hurrell.