Es war schon ein echtes Ausrufezeichen, dass der FC Bayern im Oktober während der Online-Vorrunde zu Showdown 1 gesetzt hatte - in negativer Hinsicht. Die als Mitfavoriten in die neue Klub-Saison gestarteten Münchner verpassten die Endrunde als 22. der Tabelle recht deutlich. Und sammelten damit nur wenige Punkte in Richtung des großen Final-Events der VBL Club Championship.
Zwar lief es im November mit dem Showdown-Einzug und dem Erreichen des Viertelfinals besser. Gegen den SC Freiburg setzte es dort in der Endabrechnung aber eine 6:16-Klatsche. Es ist bislang nicht die Spielzeit des individuell stark besetzten FCB, der 2024/25 noch die Süd-Ost-Division gewonnen hatte - unter anderem vor dem späteren Titelträger RBLZ Gaming.
München schlägt auch November-Sieger St. Pauli
In der Online-Vorrunde zu Showdown 3 zeigten die Bayern wieder das Gesicht, das in der vergangenen Saison meist zu sehen war - das eines Top-Teams. Die Münchner gewannen alle sechs Duelle und holten die maximale Punkteausbeute, was ihnen den ersten Tabellenplatz bescherte. Gala-Vorstellungen waren dabei zwar Mangelware, die Konstanz stimmt inzwischen aber.
Eintracht Frankfurt wurde zum Auftakt mit 3:0 und 5:3 souverän bezwungen. Gegen den FC Schalke 04 avancierte Koray Kücükgünar nach einem 4:4 seines Teamkollegen Furkan Kayacik per 6:3 zum Sieggaranten. In der Begegnung mit November-Triumphator FC St. Pauli musste Kücükgünar sogar ein 2:4 von Kayacik aufholen - es gelang ihm mit 5:2 gegen Shootingstar Ben Ludwig.
Das 2:4 Kücükgünars gegen Düsseldorfs Fabio Immerthal genügte auch zu drei Punkten, da Kayacik zuvor am Grünen Tisch mit 3:0 gewonnen hatte: Fortunas Antonio Radelja war ein Aufstellungsfehler unterlaufen, der zur automatischen Niederlage führte. Der frühere Einzelmeister hatte Michael Olise im Kader, der beim FCB eines der beiden Power-Items ist - ein Regelverstoß.
Eine weitere Aufholjagd gelang Kücükgünar gegen Elversberg - 4:2 nach 2:3 zum Start. Gegen Eintracht Braunschweig ließen die Bayern abschließend nichts mehr anbrennen: Auf Kayaciks 2:1 folgte ein 5:1, das den ersten Platz zementierte. Ob der FCB auch bei Offline-Showdown 3 in Köln die Oberhand behalten kann, entscheidet sich am Freitag - live auf dem Twitch-Kanal von kicker eSport.
Düsseldorf trotz Regelpatzer stark unterwegs
Zur größten Überraschung wurde Fortuna Düsseldorf - trotz des Regelpatzers gegen die Bayern. Die Rheinländer schlossen die Online-Vorrunde mit starken 15 Punkten als Drittplatzierter ab. In den Monaten zuvor waren sie auf den Rängen 16 und 13 eingelaufen. Die starken Leistungen bescheren ihnen eine Achtelfinalpaarung gegen den 1. FC Heidenheim, der 14. wurde.
Ebenfalls in Köln um die Dezember-Krone spielen werden die beiden Finalisten aus dem Vormonat: St. Pauli und Borussia Dortmund. Auch RBLZ Gaming und der SC Freiburg haben es unter die besten 16 und damit zum Showdown geschafft. Wobei sich die Breisgauer nach nur einem Sieg aus den ersten drei Begegnungen am Dienstagabend noch reichlich strecken mussten.
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