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Deckname "Sweet Chili": Eintracht Frankfurt gewinnt Valorants DFB-Pokal

kicker

"Sweet Chili", "Red Curry" und "Teriyaki". Was erst mal klingt wie das Tagesangebot beim Asia-Imbiss, war ein Teil des Rosters von Eintracht Frankfurt beim Off-Season-Turnier THE POKAL. Und offenbar nicht nur irgendein Roster: Nachdem das Team bereits im Juli den achten A1 eSports Cup in Österreich gewonnen hatte, gab es nun den zweiten Titel in der Valorant-Geschichte der Eintracht.

Frankfurts neues Roster erweist sich als Glücksgriff

Der Grund für die unübliche Namensgebung der Frankfurter Spieler: Es handelte sich um Decknamen. Nachdem die SGE das erste Spiel noch in regulärer Besetzung angetreten war, rotierte die Organisation ordentlich durch und testete mögliche Neuzugänge in verschiedenen Konstellationen. Die finale Entscheidung wollte man geheim halten.

16 verschiedene Spieler spielten deshalb während THE POKAL für die Eintracht - die drei anonymen Profis mitgerechnet. Das fertige Line-up um die Frankfurt-Veteranen Luca 'azury' Sammer und Alessio 'musashi' Xhaferi bestritt schließlich die letzten drei Begegnungen und durfte sich über den Titel freuen.

Doch nicht nur das Turnier habe die Entscheidung für diese Teammitglieder beeinflusst, erzählt 'azury' im Gespräch mit kicker eSport: "Wir haben nebenbei auch noch zusammen trainiert - da hat sich das hauptsächlich herauskristallisiert. Aber die Officials zu spielen, das hat noch mal einen Bonus gegeben. Man hat gesehen: Okay, das klappt auch dann, wenn es drauf ankommt."

Perfekte Probier-Bedingungen im Pokal

Ein Turnier als Tryout-Bühne mag erst mal arrogant anmuten, aber eigentlich eignet sich THE POKAL perfekt. Es geht nicht um den Aufstieg - und Roster-Entscheidungen stehen unmittelbar bevor. Ein Vergleich zum DFB-Pokal liegt wegen der Teilnahme von Nicht-Challenger-Teams nahe. Aber THE POKAL hat bei Weitem nicht das Prestige seines Fußball-Äquivalents.

Deshalb zeigen sich die Favoriten experimentierfreudig. "Man merkt, dass auch die anderen bereit sind, mehr auszuprobieren. Oder dass die Gegner risikofreudiger sind, also bei den Topteams wie CGN", sagt 'azury'. Die Kölner Organisation belegte den zweiten Platz.

Im Gegensatz dazu stehen die "Kleinen" - Teams aus Project V, die sich für das Turnier qualifiziert haben und sich nun gegen die DACH-Elite beweisen dürfen: "Die Teams, die nicht in der VCL spielen, wollen sich noch mehr beweisen. Die geben immer 110 Prozent."

In der Vergangenheit war Eintracht Frankfurt da durchaus gestolpert - jetzt nicht mehr. "Wir hatten sehr cleane Wins - das war letztes Jahr nicht so. Da haben wir oft gegen Tier-3-Teams gestruggelt.", sagt 'azury'. Damals hatte die SGE das Turnier auf dem fünften Platz beendet.

Ebenfalls neu ist, dass 'azury' nun nicht mehr nur Wächter spielt, sondern flexibel das, was das Team braucht. Ein gutes Zeichen dafür, dass es im kommenden Split weitere Titel geben könnte. Immerhin könnte ein aufspielendes DACH-Team sogar zur WM fahren.