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Der Dämonenkönig dominiert: T1 zerlegt TES im Halbfinale

kicker

'Faker', der "unsterbliche Dämonenkönig" und fünffacher Weltmeister ist zurück im WM-Modus. Nach einem wackeligen Start in der Swiss-Runde stehen er und sein Team wieder dort, wo sie bei jeder Weltmeisterschaft sind, an der sie teilnehmen - im Halbfinale. "Ohne T1 gibt es keine Legende. Willst du selbst eine werden, musst du uns schlagen", predigte er höchstselbst vor dem Match.

Der Gegner, Top Esports (TES), war nicht weniger großspurig: AD-Carry 'JackyLove' schätzte korrekt ein: "T1 hat eine Menge zu verlieren. Wir haben hingegen überhaupt nichts zu befürchten." TES wollte beweisen, dass chinesische Teams 'Faker' schlagen können. Letztes Jahr war allerdings schon im Viertelfinale Schluss: Sie scheiterten an T1.

Spiel 1: Ein Teamkampf entscheidet alles

Keine sonderlich guten Vorzeichen für das LPL-Team. Richtige Halbfinalstimmung kam beim ersten Spiel auch nicht auf. Schon vor dem Start sorgte eine Technikpause für den ersten Dämpfer. Auch in der Partie passierte lange wenig. Dabei hatte TES sich eigentlich ein Team zusammengestellt, das früh für Chaos sorgen und 'Faker' ausschalten sollte, bevor dieser mit Orianna zur Gefahr im Teamkampf werden konnte. Mehrere Versuche des chinesischen Midlaners 'Creme' auf Akali verpufften jedoch wirkungslos.

Bis 25 Minuten blieb die Partie taktisch: Einen einzigen Kill konnte TES erzielen, T1 indes griff immer weiter neutrale Ziele auf der Karte ab.

Dann drückte der Weltmeister das Gaspedal durch. Doran isolierte mit Mordekaisers Ultimate den gegnerischen Jungler 'Kanavi'. Im Anschluss übernahm Supporter 'Keria': TES ganze Strategie war mit zwei Fertigkeiten kaltgestellt. Ohne Wukong, der den Kampf eröffnen sollte, hatten die Chinesen kaum Mittel, ins Geschehen zu kommen. T1 sicherte im Anschluss Atakhan und Baron. Fünf Minuten später entschieden die Koreaner das Spiel für sich.

Spiel 2: Korea im Teamkampf-Feuerwerk

Weniger vorsichtig ging T1 in Durchgang 2 aufs Feld: mit einer brutalen Kombination aus Neeko, Galio, Camille, Jarvan und Kai’Sa - ein Team, das gemacht ist, um Gegner in Kämpfen festzunageln. TES antwortete fragwürdig mit Ambessa, um die wichtigste Schadenquelle im Team zu beschützen: 'JackeyLove' auf Corki.

Doch Ambessa muss sich heranschleichen, um Wirkung zu erzielen - die falsche Wahl gegen einen Gegner, der sich ohne Zögern in den Kampf stürzt.

Immer wieder bewies T1 das bessere Spielgefühl und setzte TES mithilfe von 'Keria's Neeko fest. So auch im entscheidenden Kampf um Atakhan. Der koreanische Supporter traf seinen Ultimate perfekt und setzte gleich mehrere TES-Spieler fest.

'369' auf Ambessa versuchte vergeblich, jemanden zu isolieren. TES wurde innerhalb von Sekunden von der Karte gefegt, und T1 war nur noch einen Sieg vom Finale entfernt. Um eine Wiederholung des letzten Jahres zu vermeiden, musste TES dringend aufdrehen.

Spiel 3: TES läuft an - und prallt ab

Die Chinesen legten nach - zumindest in der Championauswahl. 'Kanavi' auf Qiyana sollte mit früher Präsenz im Spiel dafür sorgen, dass 'JackeyLove' auf Draven das nötige Gold für seine Items bekam, um gegen 'Gumayusi' vorzugehen.

Doch Ashe und Renata waren eine starke Antwort von T1: Reichweite, Verlangsamung und Ultimate "Feindliche Übernahme" sind schwer zu überwinden.

Die Chinesen traten aggressiver auf als zuvor: 'Kanavi' erarbeitete einen Vorteil und diktierte das frühe Spieltempo. 'Faker' geriet unter seinem eigenen Turm mehrfach unter Druck.

Doch das Gold blieb bei 'Kanavi' hängen und fand seinen Weg nicht wie geplant zu 'JackeyLove'. Der Vorsprung verpuffte im Kampf um den ersten Drachen. Dem chinesischen ADC gelang es nicht, 'Gumayusi' auszuschalten. Von da an ging jedes weitere Zusammentreffen knapp an T1. Nach 29 Minuten endete der chinesische Traum vom Finale.

Macht es der alte Mann ein sechstes Mal?

Es mutet fast surreal an: Drei Jahre am Stück sind T1 und 'Faker' die Geschichte des Turniers. Keine Legende ohne ihn, nicht mal eine brauchbare Geschichte, wie es scheint.

Die zwischenzeitlichen Probleme, die das Team nach dem Abgang von 'Zeus' im letzten Jahr hatte, scheinen überwunden. Die Koreaner präsentieren sich wieder in jener koordinierten Stärke, die schon zwei Weltmeister-Titel gebracht hat.

Top Esports hingegen verlässt die diesjährigen WM mit einer Enttäuschung. Sie fanden kein Mittel gegen T1s Flexibilität und Disziplin.

Nun richtet sich der Blick auf den 9. November - das große Finale. Denn endlich macht Riot eine Pause im "Nonstop Cinema". Es ist auch Zeit dafür: Dauerhaftes League of Legends auf höchstem Niveau ermüdet auch irgendwann.

"Keine Legende ohne T1", "Alle Wege führen zu mir": Auch 2025 stellt sich nur eine Frage: Kann 'Faker' sein Meisterstück wiederholen und sich den sechsten Weltmeistertitel sichern? Es geht gegen KT Rolster - Ein Team, das an seiner ganz eigenen Legende in diesem Jahr strickt: "Dark Horse" "Underdog" "Band of Misfits" heißt es über die Mannschaft, die sich bisher ungeschlagen bis ins Finale dominiert hat. Können sie 'Faker' besiegen? Unwahrscheinlich ist es nicht.