Ob Jaccob 'yay' Whiteaker oder Nikita 'Derke' Sirmitev - gute Operator-Spieler begeistern Zuschauer. Da ist es naheliegend, diese Spieler zu imitieren - doch wie? Bevor ihr flicken könnt wie ein Profi, gilt es einige Grundregeln zu beachten.
Feuert auf Hüften, statt aus der Hüfte
Mit jeder anderen Waffe in der Hand solltet ihr euer Fadenkreuz immer auf Kopfhöhe halten; mit der Operator ist das anders. Jeder Körpertreffer macht genau 150 Schaden. Zielt deshalb lieber auf gegnerische Hüften, für eine größere Trefferfläche.
Durch das Visier sind Distanzen zwischen Gegnern größer als bei Vandal oder Phantom. Deshalb müsst ihr lernen, zu "flicken" - also eure Waffe ruckartig an eine andere Stelle zu "schnipsen". Je nach persönlicher Präferenz könnt ihr dazu in den Einstellungen eure Mausgeschwindigkeit während ihr im Visier seid höher stellen.
Was sowohl beim flicken als auch allen anderen Aspekten der Operator hilft, ist Übung. Ob im Deathmatch oder in dedizierten Aimtrainern - keine Waffe profitiert so sehr davon wie die Operator.
Hinter jeder Ecke eine Operator
Habt ihr eine Operator in der Hand, dann sollten eure Gegner euch fürchten. Und das besonders zu Beginn einer Runde: Das Ziel einer Operator ist, bereits früh für Überzahl-Situationen zu sorgen. Das geht am Besten indem ihr euch aggressiv positioniert, euch mithilfe eurer Initiatoren weit nach vorne traut, und dann möglichst weite Gebiete mit dem Visier eurer Waffe abdeckt.
Mit der Operator wollt ihr immer dynamisch bleiben und nur in Ausnahmefällen zwei Mal vom selben Ort feuern. Gleichzeitig profitiert ihr von Duellen, da meistens jeder Treffer einen Gegner ausschaltet. Sucht euch deshalb nach jedem Schuss direkt einen neuen Ort um Gegner abzuwarten, einen nächsten Schuss abzusetzen, und euch wieder zurück zu ziehen.
Diese Orte sollten euch immer genug Deckung bieten, damit ihr nachladen und euch repositionieren könnt. Für einige Agenten ist das wegen ihrer Fähigkeiten leichter, etwa Jett oder Chamber.
Sie werden niemals wissen, wer sie getroffen hat.
Als Operator-Spieler werdet ihr immer wieder mit gegnerischen Fähigkeiten konfrontiert sein. Ob Smokes, Flashes oder Granaten - die beliebtesten Plätze für Scharfschützen sind bekannt und werden deshalb früh gestört. Variiert so oft wie möglich eure Position und entwickelt ein Gespür für jedes Gegnerteam: Wo landen ihre Smokes, wo erwarten sie euch? Vermeidet diese Stellen.
Wie immer in Valorant ist auch für Operator-Spieler die Kommunikation entscheidend: Werdet ihr ständig von einem Sova-Dart oder einem von Fades Geistern vertrieben? Ein Teammitglied kann sie für euch abschießen, damit ihr ungestört zielen könnt.
Kein Offensivfeuerwerk mit der Operator
Defensiv ist die Operator überragend, offensiv lässt sie zu Wünschen übrig. Solltet ihr trotzdem als Angreifer zur teuersten Waffe im Spiel greifen, dann spielt langsam und geduldig. Sucht nach einzelnen Gegnern und schaltet sie aus, bevor ihr Team zur Hilfe eilen kann. Übernehmt dann schnell eine Site, platziert und verteidigt den Spike.
Bei der Raum-Eroberung sind für Scharfschützen Informationen besonders wichtig - besorgt die bestenfalls per Jiggle- oder Jump Peek. Auch hier können euch eure Initiatoren helfen, indem sie Flashes oder Drohnen vorschicken. Dann könnt ihr um die Ecke zielen und etwaige Gegner ausschalten.
Ob ihr, selbst als Angreifer, zur Operator greifen wollt hängt hauptsächlich von eurem Ego ab: Seid ihr zuversichtlich, dass eure Schüsse sitzen - dann ist die Waffe die 4.700 Credits meistens wert. Vergesst aber nicht, dass Teamwork auch dabei wichtig ist und vermeidet das Investment in Eco-Runden.
Wo die Operator besonders glänzt, ist wenn euer Gegner euch überrennen möchte. Dann funktionieren nicht nur Chamber oder Jett mit dem Scharfschützengewehr, denn jeder Agent kann eigentlich mit einer Operator umgehen. Aber nur, so lange ihr mit der Operator umgehen könnt.