Vier Jahre lang hat MOUZ die deutsche Valorant-Szene maßgeblich geprägt. Drei Sätze reichten der Hamburger Organisation, um sich daraus zu verabschieden.
"Das momentane VCT-Format stimmt nicht mit unseren Zielen überein und wir sehen keinen Platz für uns im aktuellen Ökosystem", erklärt MOUZ in einem knappen Statement auf X die Gründe. Riot Games hatte für das Jahr 2026 Änderungen angekündigt, unter anderem wird es keine Relegation in die VCT geben.
Als Partner der Challengers DACH: Evolution hatte MOUZ sich im vergangenen Jahr noch fest in der Szene verankert - nicht nur als Team, sondern als Stakeholder. Wie es mit dieser Kooperation nun weitergeht, ist noch unklar.
Regional erfolgreich, international irrelevant
Damit zieht sich eine Organisation aus der Szene zurück, die stets um die Spitze des deutschen Valorant gespielt hat. Seit 2022 ist MOUZ schon in der deutschsprachigen Szene aktiv: Anfangs mit Pech in den Play-offs, 2024 dann mit dem ersten Sieg über die Challengers: DACH. Der zweite Titel folgte 2025, nur vier Monate vor dem Aus.
Dem Aufstieg in die VCT kam die Organisation nie nahe. Auf zwei siebte Plätze bei den Ascension-Turnieren 2023 und 2024 folgte die Nicht-Qualifikation 2025. In den entscheidenden Momenten versagten die Nerven.
Auch andere Organisationen verlassen die Szene
MOUZ ist nicht das erste Team, das sich aus den regionalen Challenger-Ligen zurückzieht. Bereits im November hatte TSM der nordamerikanischen zweiten Liga den Rücken zugewandt - kurz nach knapp verpasstem Aufstieg.
Die Gründe sind dieselben: mangelnde Planbarkeit, zu hohes Risiko. Der Aufstieg in die VCT war nur für ein Team pro Jahr möglich, darunter ist das Interesse gering. Bereits im vergangenen Jahr hatte die VALORANT Players Association auf die Missstände in der Tier-2-Szene aufmerksam gemacht - wenn auch nur in Nordamerika.
Bis auf die Zulassung von Wettanbietern als Sponsoren in den regionalen Ligen hat sich seitdem nichts geändert.