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Natürliche Ordnung wiederhergestellt: RBLZ sind erstmals Showdown-Sieger

kicker

Drei der letzten vier deutschen Klubmeisterschaften gingen an die RBLZ - und trotzdem schienen sie vor der Saison so schlagbar wie lange nicht. Was hauptsächlich mit dem Abgang von Anders Vejrgang zusammenhing, aber auch mit der teils aufgerüsteten Konkurrenz.

Die ersten beiden Showdowns in der VBL Club Championship unterstrichen diesen Eindruck, obwohl die Leipziger keineswegs schlecht waren. Die RBLZ-Vormachtstellung im deutschen eFootball wirkte brüchig. Bis kurz vor Weihnachten die natürliche Ordnung wiederhergestellt wurde.

Hadzhi bügelt aus und legt vor

Überragender Mann der Sachsen war am Freitagabend der junge Bulgare Alihan Hadzhi, der bei der Offline-Endrunde in Köln all seine Partien gewann. Das war aus Leipziger Sicht auch nötig, denn Teamkollege Umut Gültekin erreichte nicht immer sein Top-Level.

Der FIFA-22-Weltmeister unterlag im Achtelfinale dem Elversberger Felix Breitkopf (2:3), was Hadzhi mit einem 6:1 gegen Rick Mietzsch ausbügelte. Im Viertelfinale trennte Gültekin sich 2:2 von Hamburgs Steffen Pöppe - wieder musste Hadzhi für das Weiterkommen sorgen.

Erst in den letzten beiden Runden nahm Gültekin richtig Fahrt auf: Im Halbfinale bezwang er den starken Yuval Blizovsky vom SC Paderborn mit 4:2. Im Titelduell hatte Hadzhi ihm ein komfortabel anmutendes 5:2 gegen Freiburgs Gianluca Mautone vorgelegt.

Letzte RBLZ-Hürde 'Nassada'

Einziger Haken an der Ausgangslage: Gültekin musste gegen Nassim Dahman antreten. Nicht wenige Experten halten 'Nassada' derzeit für einen der, wenn nicht gar den besten Spieler Europas. Diese Einschätzung teilt auch Finalgegner Gültekin.

"'Nassada' ist zusammen mit Anders und Alihan offensiv der beste Spieler der Welt. Gegen den ist eine Drei-Tore-Führung nicht wahnsinnig viel. Wir haben es ja im Spiel zuvor gesehen", sagte Gültekin nach dem Finale im Livestream der Virtual Bundesliga.

Im Halbfinale hatte Dahman den Bayern-Profi Koray Kücükgünar mit 5:2 besiegt und damit eine 1:3-Pleite seines Teamkollegen Mautone wettgemacht.

Gültekin einfach abgezockter

Zur Entfaltung bringen konnte 'Nassada' seine volle Angriffswucht gegen Gültekin aber nicht. Was weniger an seinem rasanten Kombinationsspiel nach vorne lag als an seiner Chancenverwertung: Die xG-Statistik wies letztlich 3,4 für Dahman aus - bei 1,8 für Gültekin.

Auf der Anzeigetafel stand nach Abpfiff jedoch ein knapper 2:1-Sieg für den Leipziger - und der erste Showdown-Triumph der RBLZ. "Alihans Sieg hat mir natürlich Rückhalt gegeben. Ich wusste, dass die Defensive wichtig wird - und den Ball zu halten", meinte Gültekin.

Letzteres gelang dem deutschen Einzelmeister von 2021, wie auch sein Kontrahent festhielt: "Er verliert ja kaum den Ball", lobte 'Nassada' nach seinem verlorenen Finalspiel. Der Freiburger haderte vor allem mit einigen in der Anfangsphase vergebenen Gelegenheiten.

Leipzig führt Gesamttabelle an

Damit sicherten sich die Leipziger zwei Tickets für das VBL Grand Final und die Teilnahme am DFB-ePokal. Die RBLZ führen zudem die Gesamttabelle der VBL Club Championship an - mit sieben Punkten Vorsprung auf Borussia Dortmund und Freiburg.

Auf dem vierten Platz folgt der Gewinner von Showdown 2: der FC St. Pauli. Die restlichen vier Ränge, die direkt ins Final-Event der deutschen Klubmeisterschaft führen, belegen aktuell der FC Bayern München, der SC Paderborn, Borussia Mönchengladbach und Fortuna Düsseldorf.

Alle Ergebnisse und Tabellenstände der VBL Club Championship findet ihr in unserer Übersicht.