Je besser ein Spieler über die Mechaniken von Rainbow Six Siege X informiert ist, desto leichter fällt letztlich auch das Gameplay. Das beginnt bei der Wahl der passenden Operatoren und setzt sich über das Verständnis der einzelnen Waffen bis hin zur Kenntnis der Karten fort.
Doch nicht nur ingame ist Orientierung gefragt: Auch das Handling der eigenen Peripherie spielt eine entscheidende Rolle, wenn man langfristig erfolgreich sein möchte.
"Ich persönlich zähle mich zu den "komischen" Personen - und damit dürfte ich vermutlich gleich die Hälfte der Leute verlieren. Ich invertiere tatsächlich die Y-Achse, um schneller auf bestimmte Situationen im Spiel reagieren zu können. Darüber hinaus stelle ich meine Deadzone-Schwelle auf fünf Prozent. Mittlerweile kann man sie zwar auch auf null heruntersetzen, aber an den vorherigen Wert bin ich schlicht gewöhnt", erklärt Creative Director Joshua Mills im Gespräch mit kicker eSport.
"Global gesehen reduziere ich außerdem die Geschwindigkeit beim Schießen aus der Hüfte auf 34 Prozent, was viele vermutlich als zu langsam empfinden würden. Die HTS-Werte liegen bei mir bei 25 beziehungsweise 24 Prozent - ebenfalls sehr langsam. Am Ende des Tages müssen sich Spielerinnen und Spieler mit ihren Einstellungen jedoch wohlfühlen."
„Je besser man mit schnelleren Einstellungen zurechtkommt, desto größer ist der spielerische Vorteil.“ (Joshua Mills, Creative Director bei Ubisoft)
Rainbow Six Siege X ist nebst PC auch für PlayStation und Xbox erhältlich und bietet zahlreiche Optionen, um das Spielgeschehen an die eigenen Vorlieben anzupassen. "Natürlich kann man auch ins Extreme gehen und alle Regler bis zum Anschlag ausreizen", so Mills. "Grundsätzlich gilt: Je besser man mit schnelleren Einstellungen zurechtkommt, desto größer ist der spielerische Vorteil. Man kann schneller reagieren, effizient flicken - also die Perspektive rasch von links nach rechts oder von oben nach unten bewegen."
Trotzdem rät der Creative Director zu Geduld: "Sobald man ein gut funktionierendes Setup gefunden hat - egal ob am Controller oder mit Maus und Tastatur -, sollte man dieses mindestens eine Woche lang beibehalten. So entwickelt sich ein echtes Gefühl für die Einstellungen, ohne ständig zwischen verschiedenen Setups zu wechseln."
Gerade für Neueinsteiger bietet Rainbow Six Siege X mehrere Möglichkeiten, sich mit den eigenen Einstellungen vertraut zu machen. Neben regulären Matches lassen sich Controller- und Maus-Setups auch in ruhiger Umgebung testen. Mit der Shooting Range, sprich der Schießanlage, steht dafür der ideale Ort zur Verfügung - ganz ohne direkten Kontakt zu echten Mit- oder Gegenspielern.