HC Ajoie: Einen Schweizer Torjäger
Wie bereits in den vergangenen Jahren verfügt der HC Ajoie über Importspieler, die einigermassen funktionieren. Die Finnen Anttoni Honka, Jerry Turkulainen und Julius Nättinen sorgen regelmässig für ein wenig Torgefahr. Dennoch befindet sich der HC Ajoie auf dem letzten Platz, und einer der Gründe dafür ist, dass bei den Schweizer Spielern die Qualität fehlt. Mit Killian Mottet verpflichtete der HC Ajoie einen Schweizer Stürmer, der weiss, wo das Tor steht; seine Bilanz mit 12 Scorerpunkten ist jedoch dürftig.
SC Bern: Einen Schweizer Goalie für nächste Saison
Adam Reideborn bestreitet mittlerweile seine dritte Saison für den Club aus der Hauptstadt. Zu überzeugen wusste er dabei bislang kaum über einen langen Zeitraum, weshalb der Ruf nach einem neuen Goalie in Bern immer wieder aufkommt. Die Ausländerlizenz, die für Reideborn verwendet wird, könnte besser genutzt werden, weshalb sich viele Fans des SCB einen guten Schweizer Torwart für die kommende Saison wünschen.
HC Ambri-Piotta: Einen guten Goalietrainer
Und wir bleiben gerade beim Thema Torhüter, denn auch Ambri-Piotta hat in dieser Saison ein Problem mit ihnen. Gilles Senn und Philipp Wüthrich verfügen in der bisherigen Saison nur über die 16. bzw. 18. "beste" Fangquote der Liga. Die Folge: Die Leventiner kassieren am zweitmeisten Tore der Liga. Will Ambri in dieser Saison noch ein Wörtchen um die Playoffs mitreden, benötigt der Goalietrainer eine Idee, damit seine Schlussmänner ihre Leistungen stark verbessern.
EHC Biel-Bienne: Wundertrank für Viktor Lööv
Seit mehr als einem Jahr ist Viktor Lööv verletzt, und bislang gibt es auch keine Anzeichen für eine Rückkehr aufs Eis. Das letzte Update von Sportchef Martin Steinegger zu Viktor Lööv lautete: "Seine Gesundheit hat sich leicht verbessert, aber an einen Einsatz im Leistungssport ist derzeit noch nicht zu denken." In den vergangenen Spielzeiten beim EHCB zeigte er starke Leistungen, und der Club war zufrieden mit ihm. In Biel hofft man daher inständig darauf, dass der Schwede aufs Eis zurückkehrt.
SCL Tigers: Einen Ersatz für Dario Rohrbach
Genau wie in der vergangenen Saison müssen die Tigers auch auf die neue Spielzeit hin einen bitteren Abgang eines Schweizers verkraften. Auf diese Saison hin wechselte Stephan Charlin zu Genf-Servette, in der kommenden Spielzeit wird Dario Rohrbach zum Kantonsrivalen nach Bern wechseln. Die Tigers müssen somit versuchen, das Loch, das Rohrbach hinterlassen hat, zu stopfen. Sowohl Jerome Bachofner als auch Julian Schmutz werden daher nochmals mehr Verantwortung übernehmen müssen.
EV Zug: Triumph in der CHL
Dem EV Zug läuft es in der heimischen Meisterschaft aktuell noch nicht nach Wunsch: Auf internationaler Bühne zeigen sie jedoch deutlich bessere Leistungen: Die Zuger machten im Viertelfinal-Rückspiel gegen Lukko Rauma einen Rückstand wett und qualifizierten sich verdient für das Halbfinale. Die Chancen auf einen erneuten Sieg eines Schweizer Teams in der Champions Hockey League bleiben damit weiterhin intakt.
EHC Kloten: Eine Tormaschine
Ein Blick auf die Tabelle offenbart das grösste Problem des EHC Kloten sofort: 74 Tore in 33 Spielen - ligaweit ist das, neben Schlusslicht Ajoie und dem SC Bern, der schwächste Wert. Klar, die Flughafenstädter haben auf diese Saison hin in der Offensive viel Substanz verloren. Mit Miro Aaltonen, Niko Ojamäki, Sami Niku und Daniel Audette verliessen die vier besten Scorer der vergangenen Saison den Verein. Auch die Verbliebenen können nicht an die Leistungen der vergangenen Saison anknüpfen. Mischa Ramel überzeugte beispielsweise in der letzten Saison mit 27 Scorerpunkten; in der aktuellen Spielzeit hat er nach 28 Spielen lediglich sechs Scorer auf dem Konto.
ZSC Lions: Einen guten Powerplay-Coach
Unglaublich, aber wahr: Trotz Spielern wie Malgin und Andrighetto verfügen die ZSC Lions über das mit Abstand schlechteste Powerplay der Liga. Nur knapp 15 Prozent der Überzahlspiele des amtierenden Meisters sind erfolgreich. Wollen die Zürcher auch in diesem Jahr um den Meistertitel mitspielen, muss diese Statistik schnell verbessert werden - am besten noch vor den entscheidenden Spielen.
SC Rapperswil-Jona Lakers: Viel Gesundheit
Der Start der Lakers in diese Saison war grandios, doch die Euphorie konnte nicht dauerhaft anhalten. Immer wieder fielen Leistungsträger mit Verletzungen aus. Jüngstes Opfer ist Jonas Taibel: Der Shootingstar verletzte sich bei der Nationalmannschaft am Fuss und wird voraussichtlich bis Ende Januar fehlen. Für die Lakers könnte daher der über die Festtage oft geäusserte Wunsch nach Gesundheit kaum passender sein.
Geneve-Servette HC: Einen weiteren NHL-Spieler
Die ehemaligen NHL-Spieler Markus Granlund, Jesse Puljujärvi und Jimmy Vesey prägen das Spiel der Genfer in dieser Saison. Alle genannten Spieler verfügen über reichlich NHL-Erfahrung. Dass sich jedes Team Verstärkung aus der NHL wünscht, ist selbstverständlich, doch bei den Genfern dürfte dieses Anliegen besonders stark ausgeprägt sein, denn kaum ein anderes Team ist so stark von seinen Imports abhängig wie der Meister der Saison 2022/23.
HC Lugano: Rückkehr von Rasmus Kupari
Der HC Lugano zeigt sich im Vergleich zur vergangenen Saison deutlich verbessert. Die Offensive um Luca Fazzini, Zach Sanford und Calvin Thürkauf funktioniert einwandfrei - und das, obwohl Rasmus Kupari bislang erst ein Spiel für die Luganesi bestritten hat. Der Finne wechselte in dieser Saison mit über 200 NHL-Spielen im Gepäck ins Tessin. Dort verletzte sich der Flügel jedoch zu Beginn der Saison und kam bislang noch nicht zurück. Kupari besitzt das Potenzial, die Offensive der Bianconeri nochmals deutlich zu verstärken.
HC Fribourg-Gotteron: Titelverteidigung am Spengler Cup
Der HC Fribourg-Gotteron spielt in dieser Saison so stark wie schon lange nicht mehr. Deswegen gleich vom Meistertitel zu träumen, wäre dennoch etwas verwegen. Realistischer wäre hingegen ein Sieg beim Spengler Cup. Wer weiss - eine Titelverteidigung beim Traditionsturnier könnte die Mannschaft noch stärker zusammenschweissen und dafür sorgen, dass der Ruf als titelloser Verein endgültig verschwindet.
Lausanne HC: Einen gesunden Antti Suomela
Der finnische Angreifer führte die Lausanner in den vergangenen beiden Saisons in den Playoff-Final. Umso bitterer ist es für den LHC, dass Suomela in dieser Saison erst neun Spiele bestreiten konnte. Der 31-Jährige verletzte sich Anfang Oktober bei einem Zusammenstoss mit Yannick Weber. Vor wenigen Tagen gab der Finne nun sein Comeback. Wollen die Lausanner auch in dieser Saison weit kommen, sind sie auf einen gesunden Suomela angewiesen.
HC Davos: Einen guten Disziplintrainer
Bei den Davosern muss man in dieser Saison lange suchen, bis man etwas findet, das man ihnen ankreiden könnte. Wir sind bei der Disziplinlosigkeit fündig geworden: Das Team von Josh Holden verursachte in dieser Saison bereits 112 Unterzahlsituationen. Mit 24 Gegentoren im Boxplay kassierte nur noch Genf mehr Gegentore in Unterzahl. In den hart umkämpften Playoffs könnte die Disziplinlosigkeit noch zum Problem werden.