Tim Berni wurde von Patrick Fischer bereits zum zweiten Mal in dieser Saison für die Euro Hockey Tour aufgeboten. Das erste Duell mit Tschechien hat die Nati gleich mit 0:4 verloren, nun hat sie sich deutlich besser geschlagen: "Das letzte Mal haben wir sicher das erste Drittel verschlafen, dieses Mal sind wir gut gestartet, hatten aber im zweiten Drittel ein kleines Tief", so Tim Berni. Er fügt an, dass man im dritten Abschnitt das Spiel dann eigentlich wieder im Griff hatte. Im Grossen und Ganzen spricht er aber von einer Leistungssteigerung im Vergleich zur 0:4-Niederlage in Finnland. "Die Tschechen waren in den Momenten, in denen es zählte, äusserst effizient und wir haben gepusht, das Momentum auf unserer Seite gehabt, es aber nicht geschafft, den entscheidenden Treffer zu erzielen", erklärt der Verteidiger.
Calvin Thürkauf, der zwei Tore erzielt hat, spricht auch davon, dass die Chancenauswertung heute etwas gefehlt hatte: "Wir hatten genügend Chancen, um das Spiel zu gewinnen, sie haben sie gemacht, wir nicht." Und so kommt eine alte Eishockeyweisheit zum Tragen: Wer die Tore nicht macht, bekommt sie. Für den Captain des HC Lugano war es zudem eine Steigerung zum Spiel vom letzten Donnerstag, das gegen Schweden mit 2:3 nach Penaltyschiessen verloren gegangen ist. "Bei den Gegentoren haben wir natürlich dennoch unsere Fehler gemacht, die wir nicht machen sollten", erklärt Thürkauf. Für ihn ist allerdings klar, dass man die Partie hätte gewinnen sollen.
Der Zusammenzug steht natürlich auch unter dem Stern der Olympischen Winterspiele. Es ist der letzte grosse Test der Schweizer Nati, ehe es im kommenden Februar um Olympisches Edelmetall geht. Für Thürkauf ist klar, dass er darüber nicht zu viel nachdenken will, "sonst haderst du im Spiel." Er fügt an: "Ich will einfach mein Bestes geben und wenns klappt, dann klappt’s und wenn nicht, dann nicht." Er gibt zu, dass sowohl die Olympischen Winterspiele als auch die Heim-Weltmeisterschaft ein "Bubentraum" sei. Im Hinblick auf das letzte Spiel der SWISS Ice Hockey Games gegen Finnland ist für ihn klar, dass man die Partie gewinnen will, gerade vor Heimpublikum.
Berni über Cadieux als Nachfolger von Fischer
Tim Berni wechselte 2023 zum Geneve-Servette HC und gewann unter Trainer Jan Cadieux die Champions Hockey League. Angesprochen auf den Nachfolger von Patrick Fischer meint er: "Für uns Spieler ist es extrem cool, in der Nati Schweizer Coaches zu haben. Patrick Fischer ist sehr engagiert für das Team und investiert viel in die Atmosphäre neben dem Eis. Ich glaube, Jan Cadieux ist genau gleich. Deshalb können wir uns auf eine weitere coole Ära freuen."