Die Leventiner liessen sich von der fehlenden Unterstützung der eigenen Stehplatzkurve nicht beirren. Bereits in der zweiten Minute bringt Michael Joly sein Team in Führung. Jesse Virtanen und Miles Müller bauen den Vorsprung bis zur ersten Drittelpause auf 3:0 aus. Servette dominiert das Mitteldrittel, scheitert aber am starken Ambri-Goalie Philip Wüthrich.
Im Schlussdrittel wurde es nochmal spannend. Innerhalb von 68 Sekunden verkürzten die Genfer auf 2:3. Doch Chris Tierney stellt den Zwei-Tore-Vorsprung umgehend wieder her. Nach zwei Videochecks ohne Torerfolg für beide Teams, besiegelt Manix Landry mit einem Empty-Net-Treffer den 5:2-Endstand.
Ambri machte gemäss Eismeister Klaus Zaugg das beste Heimspiel dieser Saison und dies, obwohl die Ultras bis kurz vor Spielende gänzlich darauf verzichteten, für Stimmung sorgen zu wollen. "Das legt die ketzerischen Schlussfolgerungen nahe: Braucht es die Ultras wirklich für die Stimmungserzeugung? Braucht es sie überhaupt? Offenbar nicht zwingend. Es geht bestens auch ohne", so Zaugg via watson.
Er meint weiter: "Die Klubs sollten sich ermutigt fühlen, Regelverstösse konsequent zu sanktionieren. Gelassen, bestimmt und beharrlich, ohne sich von Protestaktionen beeindrucken zu lassen. Hausverbote stehen als wirksames, sofort verfügbares juristisches Mittel bereit. Stadionverbote wären oft gar nicht nötig." Er meint weiter, dass sich das "Schweigen der Ultras" in ein Zeichen der "vielen Anständigen gegen die wenigen Unanständigen" verwandelte.
„Das Schweigen der Ultras war ein Eigentor.“ (Klaus Zaugg, watson, 05.12.25)
Der Konflikt zwischen Klub und Fans überschattete den sportlichen Erfolg. Die Anzeige gegen die eigenen Anhänger hat zu einer Vertrauenskrise geführt. Es bleibt abzuwarten, wie lange der Stimmungsboykott anhält und welche Auswirkungen dies auf die zukünftigen Leistungen des Teams haben wird.