Beide Teams starten sehr diszipliniert und versuchen, den Matchplan ihrer Coaches umzusetzen. Dennoch liegen die Vorteile klar beim Heimteam, das früh das Kommando übernimmt. Schon früh taucht Zadina aus dem Halbfeld zum Abschluss auf und auch Stransky und Fora verzeichnen gute Möglichkeiten - alle enden jedoch bei der sicheren Endstation Hrubec. Nach dieser Sturm-und-Drang-Phase der Davoser kommen die Lions immer besser ins Spiel und erarbeiten sich ebenfalls gefährliche Chancen. Genau als das Momentum endgültig zu kippen scheint, schlägt das Heimteam eiskalt zu: Dank aufsässigem Forechecking erobert es den Puck in der Offensive und nach einem Abschluss von Fora ist es Corvi, der perfekt postiert zum 1:0 abstaubt. Kukan hat dabei kurz zuvor seinen Stock verloren und kann nicht mehr eingreifen. Von da an diktiert wieder der HCD das Spiel - bis der ZSC kurz vor der Pause zurückschlägt. In der 19. Minute erzielt Fröden nach einem mustergültigen Konter den Ausgleich zum 1:1.
Die Lions kommen deutlich verbessert aus der Kabine und schnüren den HCD phasenweise wie in einem Überzahlspiel in deren Zone ein. Lange können die Bündner den entscheidenden Abschluss aber verhindern. Erst in der 35. Minute passiert es. Das erste Powerplay des Abends nutzt der ZSC eiskalt. Nach einem Distanzschuss von Lehtonen lauert Grant genau dort, wo ein Stürmer stehen muss, und staubt zur ersten Führung für die Gäste ab.
Im Schlussabschnitt entwickelt sich eine offene Partie. Chancen haben beide Mannschaften. So legt beispielsweise Zadina in der 49. Minute ein tolles Solo hin, doch sein Schuss zischt knapp am Ziel vorbei. In der Schlussphase erhöht der HCD noch einmal die Schlagzahl und möchte den Ausgleich erzwingen. Dieser fällt in der 59. Minute dann tatsächlich noch. Frehner reagiert im Slot am schnellsten und drückt den Puck über die Linie. Da es in der Verlängerung keine Entscheidung gibt, geht es ins Penaltyschiessen. Dort holen Rohner und Fröden den Sieg für den Schweizer Meister doch noch ins Trockene.
Rapperswil-Jona und Biel liefern sich ein packendes Duell
Die Gäste aus dem Seeland starten mit viel Zug nach vorne und setzen Rapperswil früh unter Druck, bleiben in ihrer ersten längeren Offensivphase aber ohne Torerfolg. Die Lakers brauchen ein paar Minuten, finden dann jedoch ebenfalls besser ins Spiel und werden vor Luis Janett zunehmend gefährlicher. Der Führungstreffer fällt nach einem Fehlpass der Gäste: Die Scheibe bleibt am Aussennetz hängen, Janetts Blick ist bereits auf die andere Seite gerichtet - Dünner schaltet am schnellsten und trifft kurios zur Führung. Nach kurzer Video-Review geben die Unparteiischen den Treffer. In der Folge kommen beide Teams zu weiteren Offensivaktionen, ein weiterer Treffer bleibt jedoch im Startdrittel aus.
Rapperswil kommt erneut auf kuriose Art zum nächsten Treffer. Vom Schlittschuh von Hultström fliegt die Scheibe an Janett vorbei ins Tor. Biel zeigt sich davon aber unbeeindruckt, übernimmt in der Folge das Spieldiktat und schnürt die Lakers minutenlang in deren Zone ein, scheitert aber mehrfach am eigenen Unvermögen. Die Special Teams bringen die Gäste dann zurück ins Spiel. Erst trifft Topscorer Hofer im Powerplay zum Anschluss, nur wenige Augenblicke später sorgt Gaetan Haas in Unterzahl für den Ausgleich. Die Lakers wackeln in der Schlussphase kurz, überstehen das zweite Drittel aber ohne einen dritten Gegentreffer.
Rapperswil-Jona zeigt sich von den zwei Rückschlägen nicht geschockt - im Gegenteil. Zu Beginn des Schlussdrittels sind die Lakers die bessere Mannschaft. Maillet kommt einem Tor ganz nahe, sieht seinen Schuss aber an den Pfosten klatschen. Erst nach einem Time-out des EHCB-Coaches kann der Offensivlauf der Hausherren etwas gebremst werden. In den letzten Minuten ist es gar Biel, das auf den Siegtreffer drückt, doch fallen will dieser nicht - es geht in die Verlängerung. Dort haben beide Mannschaften ihre Möglichkeiten, eine Entscheidung fällt aber nicht. Im Penaltyschiessen treffen die Bieler am Ende einmal mehr und sichern sich damit den Zusatzpunkt.