Hierbei handelt es sich um eine Einschätzung der besten Transfers im Hinblick auf die kommende Saison. Es wurden bereits einige neue Verträge unterschrieben und sich auf einigen Positionen zu entscheiden, war gar nicht so einfach.
Goalie: Ludovic Waeber (EHC Kloten -> HC Fribourg-Gotteron)
Zwischen den Pfosten werden im Hinblick auf die Saison 2026/27 diverse Spieler ihren Verein wechseln. So zum Beispiel auch Reto Berra, der neu für den EHC Kloten statt den HC Fribourg-Gotteron auflaufen wird. Trotz seiner starken Leistungen in der aktuellen Spielzeit, wird Berra in Kloten aber eine Übergangslösung sein, weil er auch schon 39 Jahre auf dem Buckel hat. Die Zukunft gehört diesbezüglich eher einem Goalie wie Ludovic Waeber, dem die Rolle als Nummer eins zwischen den Pfosten seines Heimatvereins angetraut wird. Die Saanestädter haben sich hier klar für die nachhaltige Lösung entschieden.
Verteidiger: Tim Berni (Geneve-Servette HC -> ZSC Lions)
Der 25-Jährige kehrte während der Saison 2023/24 in die Schweiz zurück, schloss sich aber nicht den ZSC Lions sondern dem Geneve-Servette HC an. Bei den Grenats sah der ehemalige NHL-Spieler mehr Möglichkeiten für Eiszeit und Entwicklungspotenzial. Das konnte er nutzen und gehört mittlerweile zu den Stammspielern in der Nationalmannschaft, auch an den Olympischen Winterspielen wird er mit von der Partie sein und eine Rolle im Schweizer Kader übernehmen. Auf die Saison 2025/26 folgt nun aber die Rückkehr zu den ZSC Lions, wo Berni eine dominante Rolle einnehmen wird. Ein absoluter Top-Transfer, der zweifelsohne Platz in der Starting Six haben muss.
Verteidiger: Michael Fora (HC Davos -> Lausanne HC)
Während der erste Platz in der Verteidigung für Tim Berni vergeben war, stellte sich die Frage, ob Michael Fora oder Dominik Egli den zweiten Platz einnehmen wird. Der erste Gedanke geht in Richtung von Egli, der nach zwei Jahren in Göteborg in die Schweiz zurückkehrt und sich wieder dem HCD anschliesst. Dort wird er offensiv eine tragende Rolle einnehmen und dennoch glauben wir, dass Michael Fora in Lausanne mehr Impact haben wird. Offensiv kann Fora in dieser Saison mit Egli mithalten und Defensiv bringt er mehr Wucht mit, was auch ein Grund für seine Olympia-Nominierung ist. Weiter fehlt in der Waadtländer Defensive seit dem Abfang von Lukas Frick der ganz grosse Name. Das ändert sich auf die kommende Saison mit Michael Fora.
Flügelspieler: Dario Rohrbach (SCL Tigers -> SC Bern)
Einer der ersten Transfers, die im Hinblick auf die Saison 2026/27 finalisiert wurden, ist jener von Dario Rohrbach von den SCL Tigers zum SC Bern. Der Schweizer Stürmer führte die Emmentaler in der Saison 2024/25 als Topscorer an und stellte sein vorhandenes Potenzial unter Beweis. Das blieb auch den Mutzen nicht verborgen, die Rohrbach bereits im Juli 2025 unter Vertrag genommen haben. Bis er tatschlich das Trikot des SCB tragen wird, muss allerdings noch eine ganze Saison gespielt werden.
Flügelspieler: Simon Knak (HC Davos -> ZSC Lions)
Der nächste künftige Olympionike, der im Sommer den Verein wechseln wird, ist Simon Knak. Sein Potenzial war schon sehr früh sichtbar, doch es dauerte einige Saisons, bis er sich wirklich an den hohen Spielrhythmus der National League gewöhnt hatte. Spätestens an der letzten Weltmeisterschaft ging sein Stern auch in der Nati auf und nun hat er sich mit seiner Rolle als Power Forward einen Platz im Schweizer Olympiakader erkämpft. Zusammen mit Rohrbach ist er klar der beste Flügelspieler, der auf die kommende Saison hin den Verein wechselt. Jonas Taibel ist ebenfalls spannend, allerdings noch auf einer Stufe, auf der Knak vor vier Jahren war. Entsprechend dürfte der Transfer von Knak einen höheren sofortigen Impact haben.
Center: Dominic Zwerger (HC Ambri-Piotta -> EHC Biel-Bienne)
Zum Schluss noch die wohl kontroverseste Wahl in dieser Top Sechs. Dominic Zwerger setzt sich aufgrund seiner aktuellen Leistungen für den HC Ambri-Piotta und den 14 Saisontoren gegen Ken Jäger durch, der selbst an den Olympischen Winterspielen teilnehmen wird. Es ist gut möglich, dass Jäger nächste Saison in Davos den höheren Impact haben wird, als Zwerger in Biel, aber aufgrund der Statistiken aus der aktuellen Saison kann Jäger hier nicht über Zwerger stehen.