Ende September passiert es. Calle Andersson wird beim Spiel seines HC Davos gegen den Geneve-Servette HC bei einem Stockschlag an der Hand getroffen und bricht sich dabei den Finger. Trotzdem spielt er das Spiel zu Ende, absolviert danach noch zwei weitere Spiele: "Wir dachten, dass der Bruch nicht so schlimm und es daher kein Problem ist", sagt er gegenüber dem Blick.
Der Bruch stellt sich jedoch als schlimmer heraus, als zuerst erwartet. Die Knochen-Teile in seinem Finger sind so weit auseinander, dass eine Operation unumgänglich ist. Da sich der 31-Jährige auch noch eine Infektion eingefangen hat, muss diese aber verschoben werden. Durch angestauten Eiter muss der Fingernagel weg, auch für den Schweden zu viel: "Es war übel, ich musste fast erbrechen."
Die Operation kann erst später durchgeführt werden, statt die normalen sechs Wochen, werden es über zwei Monate, die der Schwede mit Schweizer Lizenz ausfällt. Was für ihn mental besonders hart zu akzeptieren war: "Dass mich ein so kleiner Körperteil vom Spielen abhält." Die Operation war aber alternativlos, Andersson hätte sonst den Finger verlieren können.
In der Nati-Pause Mitte Dezember kann der 31-Jährige wieder mittrainieren, tut dies auch bei den Junioren, um wieder in Form zu kommen. Mittlerweile fühlt sich der Finger wieder normal an und so hat Andersson noch drei Spiele in der National League absolviert. Und hat im Gegensatz zu vielen anderen National-League-Spielern dank des Spengler Cups keine weitere Pause.