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"Ich glaube, ich kenne die Schweiz jetzt besser als Kanada" - Akeson darf immerhin am Spengler Cup mittun

kicker

Für Jason Akeson war es das erste Spiel nach über neun Monaten. Damals spielte der Kanadier noch für den HC Pustertal, war für diese in der ICE Hockey League tätig. Seit seinem Wechsel zum Geneve-Servette HC wartet er vergebens auf einen Einsatz. Der Grund: Akeson soll den Schweizer Pass bekommen, dieser kommt allerdings nicht. Als Import wird er beim GSHC nicht gebraucht.

"Es ist hart, in Genf zu sein und nicht für mein Team auflaufen zu können", sagt Akeson beim Blick. Den 35-Jährigen frustriert es vor allem, dass er über sein Schicksal nicht selbst bestimmen kann. Das ganze liegt nämlich ausserhalb seiner Kompetenzen. "Ich habe alle notwendigen Bedingungen erfüllt. Wir müssen uns nur gedulden, aber es zieht sich in die Länge."

Wann kommt der Schweizer Pass?

Noch vor der Saison wurde damit gerechnet, dass der Kanadier im Herbst zum Schweizer Staatsbürger wird, auch er selbst hat darauf gehofft. Er hat eine Schweizer Ehefrau, lernte zuletzt viel, um beim Einbürgerungstest nicht durchzufallen. "Ich glaube, ich kenne die Schweiz jetzt besser als Kanada." Immerhin gab es im September einen schönen Lichtblick. Die zweite Tochter des Ehepaars ist in Genf geboren, mit ihr kann er zurzeit viel Zeit verbringen.

Bis es mit der Einbürgerung doch noch klappt, trainiert Akeson weiter fleissig mit dem Team, ob auf dem Eis oder im Kraftraum. "Ich versuche, ein guter Teamkollege zu sein, aber ich bin auch ein Mitglied des Teams und weiss, dass ich nicht spielen kann, auch wenn ich gesund bin. Es ist das erste Mal, dass ich diese Situation erlebe."

Endlich wieder Spielzeit am Spengler Cup

Jetzt kann er also doch wieder spielen, auch wenn nicht für die Genfer. Rund eine Woche vor dem Spengler Cup wurde er von Helsinki kontaktiert, hat auch sofort zugesagt. Er habe viel Gutes über das Turnier gehört und kennt einige Leute im Team Canada. Auch deswegen hofft er, dass sich die Wege auf dem Eis kreuzen werden.

Natürlich macht es Spass, wieder auf Eis zu stehen und sich mit anderen Teams zu messen: "Die Intensität eines Spiels ist durch nichts zu ersetzen. Du kannst so viel trainieren, wie du willst, es wird nie möglich sein, das gleiche Tempo zu simulieren. Es ist wichtig, dass ich meinen Spielrhythmus wiederfinde. Ich bin jetzt seit 15 Jahren Profi und habe noch nie eine so lange Zeit auf der Tribüne verbracht."