"Es ist schon sehr speziell. Hier hat meine Reise mit dem ersten Titel für die Organisation begonnen. Das ist schon etwas Schönes", sagte Leuenberger und erinnerte sich an den Triumph des Vorjahres im Spengler Cup, der für den Club von grosser Bedeutung war. Aktuell befindet sich Fribourg-Gottéron in einer anderen Ausgangslage, nämlich als Tabellenzweiter der Liga, was die diesjährige Teilnahme am Turnier in Davos in ein neues Licht rückt.
Obwohl er diesmal nicht als Cheftrainer, sondern als Assistent von Roger Rönnberg agiert, geniesst Leuenberger die entspanntere Atmosphäre: "Jetzt kann ich Davos etwas mehr geniessen. Damit meine ich nicht den Ausgang (lacht), sondern den Spengler Cup als Ganzes. Es ist definitiv anders als Assistenz-Coach." Der Trainer erklärte, dass er sich mittlerweile besser im Team eingelebt habe und viele der Spieler kenne, was die Dynamik innerhalb der Mannschaft verbessert habe.
„Klar vermisse ich das, daraus mache ich auch kein Geheimnis.“ (Lars Leuenberger, Blick, 29.12.2025)
Leuenberger sprach auch über die Unterschiede zwischen seiner jetzigen Rolle und seiner Zeit als Headcoach. "Mein Fokus ist keineswegs weg, das wäre nicht gut. Der Fokus ist lediglich anders gesetzt. Als Cheftrainer bist du die ganze Zeit gefordert, jetzt ist meine Rolle gerade in der Meisterschaft eine andere", erklärte er. Besonders hebt er hervor, dass er sich nun mehr auf die individuelle Entwicklung der Spieler konzentrieren könne, was eine andere, aber ebenso erfüllende Aufgabe sei. Dennoch vermisst er die Verantwortung und den Druck, die mit der Rolle des Cheftrainers einhergehen, was er offen zugab: "Klar vermisse ich das, daraus mache ich auch kein Geheimnis."
Ein weiteres Thema, das im Gespräch aufgegriffen wurde, war Leuenbergers Zusammenarbeit mit dem neuen Headcoach Roger Rönnberg. Dabei betonte er die Möglichkeit, von Rönnbergs Arbeitsweise zu lernen. "Man lernt immer von jemand anderem. Wie etwa auch von Rikard Franzén, der mit mir zusammen Assistenztrainer ist und mit dem ich einst noch zusammengespielt habe. Du lernst seine Art kennen und wie er die Sachen angeht. Und bei Roger lernst du, wie er die Sachen angeht."
Leuenberger nimmt Gerüchte gelassen
Angesprochen auf die Gerüchte, er könne als Trainer bei einem anderen Verein, etwa dem SC Bern, tätig werden, blieb Leuenberger gelassen. Er erklärte, dass solche Spekulationen in der Branche üblich seien: "Schlussendlich konnten die Leute sehen, dass ich in den letzten Jahren eine gute Arbeit abgeliefert habe. Man weiss, dass da einer ist, der etwas kann. Daher ist das alles voll okay für mich."
Trotz seines aktuellen Vertrags bei Freiburg, der bis 2027 läuft, schliesst Leuenberger eine Rückkehr in die Rolle des Headcoaches in der Zukunft nicht aus. "Falls eines Tages eine interessante Anfrage kommt, müssen wir zusammensitzen", sagte er und betonte dabei die Wertschätzung, die ihm Freiburg für seine Leistungen entgegenbringt.