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Obrist hat während seiner Krebserkrankung auch die Unterstützung von Hintermann erhalten

kicker

Im Mai begann Obrists Leidensweg mit grippeähnlichen Symptomen und geschwollenen Lymphknoten im Hals- und Schlüsselbeinbereich. Zunächst dachte er an eine harmlose Erkältung. Doch als seine Erschöpfung zunahm und sich die Symptome nicht verbesserten, begann eine intensive medizinische Untersuchung, die sich über Wochen hinzog. Trotz zahlreicher Tests wie Blutanalysen, MRTs, Ultraschall und Biopsien blieb die Ursache seiner Beschwerden unklar. Die Ungewissheit belastete ihn körperlich und psychisch: "Nicht zu wissen, warum es mir so schlecht geht, war das Schlimmste. Es war wie ein freier Fall."

Erst im Juli, nachdem eine aufwendige PET-CT-Untersuchung durchgeführt wurde, erhielt Obrist endlich eine Diagnose. Die Ergebnisse bestätigten Lymphdrüsenkrebs, was für ihn paradoxerweise eine Erleichterung bedeutete: "So blöd es sich auch anhören mag, die Diagnose war eine Erleichterung. Endlich wusste ich, was mit mir los ist und wogegen ich ankämpfen kann. Der freie Fall wurde gestoppt." Seine behandelnde Ärztin machte ihm Hoffnung, da seine Heilungschancen bei über 90 Prozent lagen. Dies gab ihm den Antrieb, sich der bevorstehenden Chemotherapie zu stellen: "Ich freute mich darauf, denn endlich konnte ich etwas tun, musste nicht mehr nur zuschauen und warten."

In dieser Zeit fand Obrist Unterstützung bei seiner Familie und Freunden. Seine Frau und seine Eltern standen ihm bei, während er sich mit der Krankheit auseinandersetzte. Auch die Reaktionen aus der Öffentlichkeit, nachdem der EHC Olten seine Diagnose im August bekannt gegeben hatte, berührten ihn tief.

Auch ein Schweizer Ski-Star hat ihn unterstützt

Unterstützung erhielt er zudem von zwei prominenten Persönlichkeiten, die ähnliche Erfahrungen gemacht hatten: dem ehemaligen Eishockeyspieler Corsin Camichel und dem Schweizer Skirennfahrer Niels Hintermann. Beide teilten ihre persönlichen Erfahrungen mit Obrist, was ihm Kraft und Zuversicht gab. Besonders beeindruckt war er von Hintermanns Rückkehr in den Skisport: "Es war wunderschön, ihn wieder im Starthaus zu sehen, und natürlich drücke ich ihm bei jedem Rennen die Daumen - obwohl er ein Schweizer ist", sagte der Österreicher mit einem Lächeln.

Nach vier Zyklen Chemotherapie kam am 7. November die erlösende Nachricht: Patrick Obrist ist krebsfrei. "Das war eine Gefühlsexplosion. Die letzten Monate waren eine unglaubliche Achterbahnfahrt mit allen Höhen und Tiefen", beschreibt er die Emotionen dieses Moments. Inzwischen hat er das Training wieder aufgenommen, geht jedoch vorsichtig vor, um seinen Körper nicht zu überlasten. Er hofft, noch in dieser Saison auf das Eis zurückkehren zu können, möchte dabei aber nichts überstürzen.

Die Weihnachtszeit 2025 wird für Obrist und seine Familie eine besondere sein. Nach den Herausforderungen des Jahres schätzt er besonders die gemeinsame Zeit mit seinen Liebsten. "Wir sind alle noch näher zusammengerückt und werden es einfach schätzen, dass alle gesund zusammen am Tisch sitzen können", sagt er. Obrists Geschichte zeigt nicht nur seine persönliche Stärke zeigt, sondern ist auch eine inspirierende Botschaft für andere Betroffene. Kämpfen lohnt sich immer, und mit Unterstützung und Zuversicht können selbst die grössten Hürden im Leben überwunden werden.