Seine 24. Saison als Profi wird auch seine letzte sein. Nie hat Julien Sprunger für einen anderen Verein als den HC Fribourg-Gotteron gespielt, ist in der Saanestadt längst eine lebende Legende. Am Montag hat der 39-Jährige sein baldiges Karriereende verkündet, seither in zwei Spielen starke drei Scorerpunkte gesammelt. Nicht ganz ernst sagt er darum beim SRF: "Vielleicht hätte ich meinen Rücktritt etwas früher ankündigen müssen."
Sein Karriereende zu verkünden, habe befreiende Wirkung gehabt. Er versuche nun, jeden Moment zu geniessen, ob im Training oder im Spiel. "Das funktioniert bislang gut, unsere Linie funktioniert gut." Den Entscheid habe er zwei bis drei Monate mit sich herumgetragen, ehe er es offiziell machte. Dies sei "nicht ganz einfach und emotional" gewesen. Die vielen Nachrichten von Profis, die ihm Respekt zollten, haben ihm "enorm viel Energie gegeben".
Geniessen muss Sprunger ab jetzt jedes Spiel, vor allem die Auswärtsspiele. Während es noch zu einigen Heimspielen kommen wird, könnte nämlich jedes Auswärtsspiel sein letztes in dieser Arena gewesen sein. "Gut möglich, dass es mein letztes Spiel in Ambri war. Das war in Biel und Ajoie gleich."
Ein grosses Ziel hat Sprunger noch, das seine hervorragende Karriere krönen würde: "Ich bin seit 24 Jahren dabei, aber das grosse Ding haben wir noch nie gewonnen. Wir sind auf einem guten Weg, aber es wird hart."