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Überzeugende Special Teams, Probleme bei fünf gegen fünf und ein Bock von Malgin

kicker

Nati-Coach Patrick Fischer erklärte an der Pressekonferenz am Tag vor der Partie, dass er bei der Euro Hockey Tour im November mit der Qualität und Intensität des Schweizer Spiels nicht zufrieden war. Umso zufriedener dürfte er mit dem Start in die Partie gegen Schweden gewesen sein. Viele kernige Checks, viele gewonnene Scheiben und ein frühes Powerplay, das direkt durch Tyler Moy ausgenutzt werden konnte. Danach kam Schweden besser ins Spiel und erarbeitete sich die Oberhand bei fünf gegen fünf. Pär Lindholm profitierte von einer Unaufmerksamkeit in der Schweizer Defensive und glich das Spiel zwei Minuten nach dem Schweizer Führungstreffer wieder aus. Einige Undiszipliniertheiten verschafften der Schweiz Überzahlspiele und da schlug das Team von Patrick Fischer erneut zu. Denis Malgin bediente Damien Riat mustergültig und der versenkte die Scheibe wunderbar aus dem Slot im Netz.

Während die Schweiz im ersten Abschnitt das Überzahlspiel testen konnte, war im zweiten Abschnitt das Boxplay an der Reihe. Andrea Glauser war für sämtliche Strafen verantwortlich. In der 29. Minute wurde er nach einem Check mit dem Knie gegen Fredrik Olofsson, der letzte Saison beim EV Zug gespielt hatte, mit einer fünf Minuten plus Spieldauerdisziplinarstrafe unter die Dusche geschickt. Vor allem in der zweiten Phase des schwedischen Powerplays brannte es lichterloh. Diese Druckphase ging auch nach dem ungenutzten Powerplay weiter, aber die Schweiz verteidigte die Führung mit allem, was sie hatte.

Der Schlussabschnitt begann mit einem grossen Fehler von Denis Malgin. Statt die Scheibe unter Druck hinter das gegnerische Tor zu spielen, versuchte er aus einer schwierigen Situation ein Play zu machen. Er verlor die Scheibe, die Schweden konterten mit drei gegen eins und Andre Petersson von den SCL Tigers musste nur noch einschieben. Ah diesem Zeitpunkt kann die Nati das Spiel bei fünf gegen fünf wieder deutlich ausgeglichener gestalten, auch weil sie mit ihrem Forechecking immer wieder Scheiben zurückerobern kann. Einen überzeugenden Auftritt legten Damien Riat, Tyler Moy und Calvin Thürkauf hin. Weil kein Tor mehr fiel, kam es zur Verlängerung.

Da startete die Nati mit einem Powerplay, konnte die grosse Chance auf den Sieg aber nicht nutzen, Ausgerechnet hier zog das Team von Fischer das schlechteste Überzahlspiel des Abends ein. Im Penaltyschiessen zeigten die Schweden einmal mehr ihre Klasse am Stock. Für die Schweiz scheiterten Rochette und Riat, während zwei Schweden erfolgreich verwandelten. Damit sicherte sich Schweden den Sieg in einem packenden Duell.