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96-Trainer Titz lobt Bundu: "Er ist schwer zu bremsen"

kicker

Das Fazit des Testspiels war in etwa so nüchtern wie das Spiel selbst. "Erste Halbzeit waren wir auch vom Tempo her gut drin. In der zweiten Halbzeit war es nicht mehr so gut", resümierte 96-Cheftrainer Christian Titz nach dem 2:1-Erfolg am Mittwochnachmittag gegen den Regionalligisten Hallescher FC.

Der Viertligist war gut in die Partie gestartet: Es waren gerade mal 110 Sekunden gespielt, da zappelte der Ball schon im Tor von Hannover 96. Max Kulke nutzte die Unordnung in der Defensive der Gastgeber und schoss den Regionalligisten sehr früh in Front. Danach übernahm der Zweitligist in der leeren Heinz von Heiden-Arena (Zuschauer waren nicht zugelassen) das Kommando auf dem Platz.

Viele Stammspieler nicht im Aufgebot

Routinier Havard Nielsen (32) in der 20. Minute sowie Mustapha Bundu in der 32. Minute per Foulelfmeter sorgten für die standesgemäße Führung der Gastgeber, bei denen Hendry Blank und Noel Aseko (deutsche U21) sowie die Nationalspieler Benjamin Källman (Finnland), Virgil Ghita (Rumänien) sowie Husseyn Chakroun (Libanon) fehlten. Stammspieler wie Torhüter Nahuel Noll, Maurice Neubauer, Kapitän Enzo Leopold und Hayate Matsuda wurden von Trainer Christian Titz geschont.

Die beste 96-Chance in der zweiten Halbzeit vergab Neuzugang William Kokolo in der 81. Minute, als er den Ball aus kurzer Distanz nicht im Tor unterbringen konnte. Ein deutlich höherer Sieg hätte dem Chancenplus der Hannoveraner durchaus entsprochen. "Es reicht nicht, ein Spiel nur zum Großteil zu kontrollieren und Torchancen herauszuspielen. Diese müssen dann auch konsequent verwertet werden", hatte Titz nach dem 2:2 am vergangenen Sonntag in Fürth gefordert. "Wenn wir das nicht machen, können wir nicht ganz so viele Punkte sammeln - und darüber ärgern wir uns." Auch nach dem Halle-Test war der Coach nicht zufrieden: "Das Ergebnis war knapp. Aber wenn man das Spiel gesehen hat, weiß man, dass es höher hätte ausgehen können."

Bundu braucht nach seiner Verletzung noch Zeit

Lobend äußerte sich Titz indes über Mustapha Bundu (28), der eine Einladung zur Nationalmannschaft von Sierra Leone abgesagt hatte, um nach seiner Muskelverletzung zu alter Stärke zurückzufinden. Bundu gehörte gegen Halle zu den auffälligsten Spielern bei 96, traf nicht nur per Elfmeter, sondern bereitete auch den Treffer von Nielsen mit vor. "Er brauchte durch seine Verletzung Zeit - Trainingszeit und auch Spielzeit. Deshalb war der Test auch wichtig", erklärt Titz. "Mustapha ist ein Spieler, der sich gut durchsetzt und schwer zu bremsen ist. Ihm hat das Tor heute gutgetan."