Nach viereinhalbjähriger Vakanz ist die Geschäftsführung des 1. FC Kaiserslautern ab dem 1. Juli 2026 wieder doppelt besetzt. Wie die Pfälzer am Sonntagnachmittag bekannt gaben, übernimmt Marc Strauß im Sommer den Posten des kaufmännischen Geschäftsführers, der seit dem Abgang von Soeren Oliver Voigt im November 2021 unbesetzt geblieben war: Seither hatte Thomas Hengen als alleinger Geschäftsführer agiert.
"Durch die Verpflichtung von Dr. Marc Strauß als kaufmännischen Geschäftsführer bietet sich uns die Möglichkeit, unsere Geschäftsführung um einen qualifizierten Experten zu erweitern, der bereits über eine nachgewiesene Branchenerfahrung und bemerkenswerte Erfolge sowie über ein hervorragendes Netzwerk verfügt", begründet Rainer Keßler, Beiratsvorsitzender beim FCK, die Berufung Strauß, durch die Hengen seinen Fokus wieder auf den sportlichen Bereich richten kann.
"Umsatzschwelle erreicht, welche eine Verteilung der Verantwortung auf zwei Schultern legitimiert"
Die anhaltende positive Entwicklung unter Hengen habe "eine Umsatzschwelle erreicht, welche eine Verteilung der Verantwortung auf zwei Schultern legitimiert und auch im Einklang mit der grundsätzlichen Regelung der Geschäftsführung im Gesellschaftsvertrag der 1. FC Kaiserslautern Management GmbH steht. Diese strategische Entscheidung ermöglicht eine stärkere Fokussierung auf die jeweiligen Geschäftsbereiche", heißt es in der Mitteilung. Keßler erläutert: "Mit der Doppelspitze [...] legen wir zur Erreichung unserer gesteckten Ziele einen weiteren Grundstein für die nachhaltige Stabilisierung und Weiterentwicklung des Profifußballs beim 1. FC Kaiserslautern."
Strauß' Installation kommt nicht überraschend, die Einigung mit dem 41-Jährigen hatte sich bereits vor einer Woche abgezeichnet - und auch für Konsequenzen bei seinem aktuellen Arbeiter gesorgt. Seit Oktober 2014 war Strauß Vorstandsmitglied bei der SV Elversberg tätig und hatte dort zuletzt die Verwaltung und Vereinsentwicklung verantwortet. Nach dem Aufkommen der Gerüchte reagierte der Klub am Freitag und stellte Strauß mit sofortiger Wirkung bis zum 30. Juni frei.