Hinter der SpVgg Greuther Fürth liegt ein schlimmes Halbjahr. Das Kleeblatt überwintert in der Tabelle auf dem vorletzten Platz und stellt mit 44 Gegentoren die schlechteste Defensive der 2. Bundesliga. Um dieses Problem in den Griff zu bekommen haben die Fürther am Samstag erstmals in diesem Winter auf dem Transfermarkt zugeschlagen: In Doni Arifi kommt ein Abräumer mit dem Gardemaß von 1,95 Metern ablösefrei an den Ronhof und unterschreibt einen Vertrag bis 2027. Der 23-Jährige spielte bis Jahresende - in Finnland gleich dem Saisonende - beim finnischen Meister Kuopion PS.
"Mit Doni konnten wir einen Spieler verpflichten, der sehr spielintelligent ist. Er bringt eine sehr gute Körperlichkeit mit, die unserer Defensive helfen kann", freut sich Fürths Sportdirektor Stephan Fürstner über den Neuzugang. Trainer Heiko Vogel ergänzt: "Er ist ein junger Spieler, der ein gutes Spielverständnis hat und viel Präzision in sein Passspiel legt. Mit diesen Fähigkeiten kann er ein wichtiger Faktor in unserem defensiven Mittelfeld werden. Für sein Alter bringt Doni schon einiges mit, kann sich bei uns aber auch noch weiterentwickeln."
Einsätze für die U 21 Finnlands und des Kosovo
Trotz seines jungen Alters konnte Arifi in seiner Heimat Finnland bereits Titel feiern. Mit seinem ersten Profiverein Tampereen Ilves gewann er 2023 den finnischen Pokal. Im vergangenen Januar wechselte der defensive Mittelfeldspieler dann zum Kuopion PS, mit dem er im November prompt die Meisterschaft holte. In der abgelaufenen Saison stand Arifi dabei in 50 Pflichtspielen auf dem Feld.
Mit KuPS scheiterte Arifi (sechs Länderspiele) allerdings sowohl in der Champions-League-Qualifikation an Qairat Almaty (2:0, 0:3) als auch in den Play-offs der Europa League an Midtjylland (0:4, 0:2). Dennoch konnte der Junioren-Nationalspieler, der sich nach zwei Spielen für den Nachwuchs des Kosovos schließlich für die finnische U 21 entschieden hat, internationale Erfahrung sammeln: Sechsmal lief Arifi in der Conference League auf und schaffte mit Kuopion den Sprung in die Play-offs. Doch statt internationales Geschäft heißt es für ihn nun Abstiegskampf in Liga 2.
Einsatz im Test gegen Schweinfurt geplant
"Natürlich ist es jetzt etwas anderes, in ein neues Land zu kommen. Aber ich freue mich sehr auf die 2. Bundesliga und auf mein neues Team", wird Arifi in der Vereinsmitteilung vom Samstag zitiert. "Die Gespräche haben mich schnell überzeugt, dass jetzt der richtige Moment ist, um den Schritt nach Deutschland zu gehen. Ich möchte direkt auf den Platz und mithelfen, uns bestmöglich auf die Rückrunde vorzubereiten."
Bereits am Sonntag wird der Fürther Neuzugang erstmals mit der Mannschaft trainieren und aller Voraussicht nach am kommenden Mittwoch (15 Uhr) im Testspiel gegen den 1. FC Schweinfurt auf dem Platz stehen. Sein Pflichtspieldebüt könnte Arifi dann am 17. Januar (13 Uhr) geben, wenn das Kleeblatt zum Rückrundenauftakt zum Kellerduell nach Dresden reist.