Dieses Ende passte eigentlich so gar nicht zur phänomenalen Karriere, die Luka Modric bei Real Madrid hingelegt hat. Eigentlich wollte sich der Kroate bei der FIFA Klub-WM mit einem Titel von seinem Klub und den Fans verabschieden, doch stattdessen wird sein letztes Spiel als eine einzige Demütigung in Erinnerung bleiben.
Beim 0:4 gegen Paris Saint-Germain im Halbfinale des Turniers wurde Modric nach 64 Minuten eingewechselt, längst war das Spiel zu diesem Zeitpunkt bereits entschieden. Der Weltfußballer von 2018 bekam zumindest die Gelegenheit, seine Real-Ära auf dem Platz zu beenden, wenn auch ganz anders, als er und alle anderen sich das erhofft hatten.
Die Fans jedenfalls jubelten dem 39-Jährigen lautstark zu, wie schon im gesamten Turnierverlauf. "Wir haben das Glück, dass viele Madridistas hier waren und es tut uns weh, dass sie uns verlieren sahen. Luka erhält immer Ovationen, in jedem Stadion. Wir werden ihn vermissen", sagte Torwart Thibaut Courtois.
Trainer Xabi Alonso bedauerte die Art und Weise, wie Modrics letztes Spiel verlief. Gemeinsam hatten Alonso und der Kroate zwischen 2012 und 2014 zwei Jahre zusammen als Spieler und Teamkollegen bei den Königlichen verbracht.
"Es ist nicht das erhoffte Ende, eher ein bitteres Ende. Luka wird nicht für das heutige Spiel in Erinnerung bleiben, sondern für viele großartige Spiele. Er ist eine Legende von Real Madrid und wird für viel mehr Gutes in Erinnerung bleiben als für die 25 Minuten, die er heute gespielt hat", stellte er klar.
Mit insgesamt 28 Titeln im Gepäck verabschiedet sich Modric aus Madrid, in der einzigartigen Geschichte des Klubs voller Legenden kommt niemand an diese Zahl heran. Jahrelange prägte er gemeinsam mit Toni Kroos das Mittelfeld der Madrilenen, nun geht diese Ära zu Ende.
Ähnlich auch wie bei Lucas Vazquez, der gegen PSG ebenfalls seine letzten Minuten als Real-Profi bekam. "Ich habe versucht, beiden ihre letzten Tage im weißen Trikot so angenehm wie möglich zu gestalten. Es ist nicht der schönste Abschied. Aber ich möchte ihnen im Namen aller für alles danken, was sie geleistet haben", so Alonso.