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Analyse, Trainingslager und Transfers: So peilt Freiberg die 3. Liga an

kicker

Präsident Emir Cerkez, Trainer Kushtrim Lushtaku und der Sportliche Leiter Mario Estasi hängten beim Tabellenführer SGV Freiberg eine Verlängerung dran. "Wir haben trotz des Erfolgs alles kritisch analysiert, über Prozesse gesprochen, die wir optimieren können. Auch mit Spielern haben wir uns unterhalten, um von ihnen ein Feedback zu bekommen", berichtet Estasi über die arbeitsreichen Tage der sportlich Verantwortlichen. Dabei wurde auch über potenzielle Neuzugänge zur Winterpause diskutiert. "Wir wollen und können, müssen aber nicht. Wenn sich etwas ergibt, würden wir Erfahrung für den zentralen Bereich dazunehmen", erläutert Estasi.

"Wir hatten seit Sommer mit dem großen personellen Umbruch extrem viel Arbeit, wie es dann gelaufen ist, war nicht zu erwarten. Aber es kommt nicht von ungefähr. Wir haben aber keinen Zauberstab und auch ein bisschen Glück gehabt. Dass wir als Tabellenführer in die Winterpause gehen, ist sensationell", stuft der 52-Jährige die bisherige Runde ein und blickt optimistisch dem weiteren Saisonverlauf entgegen: "Wenn wir einen guten Start erwischen und vielleicht jemand dazubekommen, ist alles möglich, auch mit dem jetzigen Kader. Wenn wir 100 Prozent auf den Platz bringen, sind wir schwer zu schlagen." Neben dem angepeilten Aufstieg steht auch das Finale im württembergischen Verbandspokal auf der Agenda. Um dafür bestmöglich vorbereitet zu sein, will sich Freiberg im Trainingslager in der Türkei in Form bringen. Auch ein Testspiel beim FC Bayern München II steht auf dem Plan.

Valpoort mit Curacao gegen Deutschland?

Außerdem könnte die Restrunde neben den sportlichen Zielen mit der Mannschaft noch zu einem persönlichen Karriere-Höhepunkt für Meghon Valpoort führen - der Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2026 mit dem deutschen Gruppengegner Curacao. Der bullige, groß gewachsene, torgefährliche und einsatzfreudige 25-Jährige verkörpert den Typus "echter" Mittelstürmer. Der ehemalige U-20-Nationalspieler Curacaos überzeugte bei seinen Einsätzen in der Startelf des SGV mit Leistung sowie Toren und war maßgeblich an der Rückkehr in die Erfolgsspur beteiligt.

Mit drei Siegen hatte der mit neun Erfolgen in die Saison gestartete Tabellenführer zuletzt rechtzeitig vor der Winterpause seine Schwächephase mit acht Spielen ohne Dreier - darunter drei Niederlagen - überwunden. Valpoort traf dabei dreimal. Großen Anteil am Erfolg der Freiberger hat seit seinem Amtsantritt im Januar 2025 Trainer Lushtaku, der mit 34 Spielen nun eine "komplette" Runde absolviert hat. Saisonübergreifend kommt der Coach mit seinem Team auf einen Schnitt von 2,01 Punkten bei 21 Siegen, sechs Unentschieden und sieben Niederlagen.

"Das ist nicht schlecht und das Ergebnis intensiver und harter Arbeit, wobei es auch noch ein paar Zähler mehr hätten sein können. Auf das eine Jahr als Trainer beim SGV bin ich stolz und freue mich über das Vertrauen der Verantwortlichen", sagt der 36-Jährige. "Seit dem vergangenen Winter arbeiten wir eng zusammen, auch mit unserem Präsidenten. Jeder hat seinen Anteil am Erfolg. Kushtrim und ich sind in unserer Art unterschiedlich, ergänzen uns aber gut. Er ist eher temperamentvoll, ich bin eher ruhig und sachlich", beschreibt Estasi den Coach. "Er ist als Trainer mutig, taktisch gut, passt zur Mannschaft und will immer das Maximale herausholen."