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Au revoir für Toto - und Hoffnung auf Youngster Lenz

kicker

32 frühere Weggefährten von Losilla waren beim Abschiedsspiel im Ruhrstadion dabei, Simon Zoller zum Beispiel, Manuel Riemann, Cristian Gamboa. Viele Spieler zudem aus seiner französischen Heimat, dazu Ex-Trainer wie Thomas Reis und Peter Neururer.

Ein emotionaler Abschied für den langjährigen Capitano, der im Sommer nach über 350 Pflichtspielen für den VfL Bochum seine Karriere beendete. "Vielen Dank für die fantastische gemeinsame Zeit", rief Losilla nach seinem Abschiedsspiel, bei dem auch sein zwölfjähriger Sohn Giulian in den Schlussminuten eingewechselt worden war. "Ihr habt mich immer gepusht, es war mir eine Ehre."

Wie andere Bochum Legenden auch, erhält Losilla eine Säule am Ruhrstadion; unvergessen bleibt der Capitano ohnehin. Als tadelloser Sportsmann, der den Laden zusammenhielt in Bochum, der voranging, auch ohne große Worte. Und mit immer starker Laufleistung.

Trainer Thomas Reis riet dem Mittelfeld-Renner einst, er solle sich auf dem Rasen nicht in jeden Zweikampf stürzen und vielleicht sogar weniger Meter machen. "Wenn er dann nicht genug hat", so Reis, "dann kann er ja abends immer noch eine Runde im Wald laufen."

Die Laufarbeit sah Losilla immer als notwendiges Übel. Und so kündigte er im kicker-Gespräch auch augenzwinkernd an, er werde nach Ende seiner Laufbahn "keinen Meter mehr laufen", eher Padel spielen, Schwimmen, Radfahren.

Laufen gehört allerdings immer noch zu seinem Arbeitsalltag; seit Sommer ist Losilla integriert im Trainerstab von Dieter Hecking und kümmert sich quasi als Integrations-Beauftragter nicht nur um die Spieler aus dem Ausland, sondern natürlich auch um die Youngster, die ihre ersten Schritte im Profibereich gehen.

Lenz könnte in die Fußstapfen Losillas treten

Das zentrale Mittelfeld war jahrelang sein Einsatzgebiet, nun fördert der 39-Jährige unter anderem einen Spieler, der womöglich so ein bisschen in seine Fußstapfen treten könnte.

Youngster Cajetan Lenz jedenfalls hat Cheftrainer Hecking nicht nur in der Vorbereitung mächtig beeindruckt; der Rookie überzeugte auch bei seinen ersten Einsätzen in der 2. Liga und ist zunächst mal gesetzt auf der Position vor der Abwehrkette. Am Wochenende feierte er überdies sein Debüt in der U-20-Auwahl des DFB.

Nach der rauschenden Party im Ruhrstadion müssen die Bochumer Anhänger allerdings noch ein bisschen warten, bis sie ihre Mannschaft wieder mal in einem Heimspiel erleben. Denn zunächst mal tritt der VfL zweimal hintereinander auswärts an, am Freitag in Paderborn, eine Woche später in Nürnberg.