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Auf den Senkrechtstart folgte die Bruchlandung: Was ist mit dem SGV Freiberg los?

kicker

Der stolze Zehn-Punkte-Vorsprung an der Tabellenspitze nach dem neunten Spieltag und neun Siegen ist auf drei Zähler zusammengeschmolzen: Dem SGV Freiberg sind das Spielglück und das Sieger-Gen abhandengekommen. Seit fünf Partien ist die Mannschaft von Kushtrim Lushtaku sieglos und kassierte zuletzt mit dem 1:2 beim direkten Verfolger 1. FSV Mainz 05 II die zweite Saisonniederlage.

Die Gründe für die Ergebniskrise nach dem sensationell anmutenden Saisonstart eines in weiten Teilen neu formierten Kaders sind vielschichtig. Die Trainingsarbeit verläuft weiter hochkonzentriert, der Konkurrenzkampf im qualitativ wie quantitativ bestens bestückten Kader ist groß. Nach vierwöchiger Pause ist auch Marius Köhl (24) wieder zurück und nähert sich seiner Topform aus den ersten fünf Partien. In Mainz feierte zudem Ryan Adigo (24) sein Comeback. Lediglich Julian Kudala (23) ist derzeit angeschlagen.

Eine Frage der Kaltschnäuzigkeit

"Wir müssen kaltschnäuziger vor dem Tor sein und unsere Angriffe besser zu Ende spielen", sprach der SGV-Coach nach der Niederlage in Mainz ein Problem an, ddas seine Mannschaft trotz aller Tugenden wie Ballbesitzfußball schon seit einigen Wochen begleitet: fehlende Entschlossenheit, Präzision im letzten Drittel und die Chancenverwertung. "Wir müssen vor den Gegentoren besser verteidigen", nannte Lushtaku ein weiteres Manko, das sich in die Defensive eingeschlichen hat.

Die Gegner haben sich zudem gut auf die Spielweise des Spitzenreiters eingestellt, machen die Außenbahnen konsequenter dicht und stören das Schaltzentrum. In dieses ist in Mainz Kapitän Marco Kehl-Gomez (33) zurückgekehrt, der mit seiner Erfahrung, Umsicht und seinem klugen Spielaufbau der Mannschaft wegen einer Rot-Sperre in drei Partien gefehlt hatte. Auch das ein Grund für die Ergebnisdelle.

„Das ist ein Skandal, was die mit uns machen. So macht es keinen Spaß. Wir haben im fünften Spiel hintereinander keinen hundertprozentigen Elfmeter bekommen.“ (Kushtrim Lushtaku)

Auch mit den Schiedsrichterleistungen war Lushtaku zuletzt überhaupt nicht zufrieden: "Das ist ein Skandal, was die mit uns machen. So macht es keinen Spaß. Wir haben im fünften Spiel hintereinander keinen hundertprozentigen Elfmeter bekommen. Einen klareren Elfmeter als diesen gibt es nicht", war der 36-Jährige nach dem ausgebliebenen Strafstoßpfiff nach einem Foul an Köhl in Mainz erbost.

Erneute Sperre für Lushtaku

Hinzu kam, dass kurz vor Spielende der vermeintliche Ausgleichstreffer zum 2:2 durch Adigo erst mit Verzögerung keine Anerkennung fand. "Das war kein Abseits", war sich Lushtaku sicher. Zu diesem Zeitpunkt saß der Freiberger Coach nach einer Gelb-Roten Karte bereits auf der Tribüne.

Gerade erst von einer Sperre zurückgekehrt, muss Lushtaku im Heimspiel am Samstag gegen die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz das Coaching erneut seinem Assistenten David Pisot überlassen. Zudem fehlt Offensivmann Leon Petö (23) nach seiner fünften Gelben Karte.

Nachgelegt hat der SGV in der Offensive mit dem zuletzt vereinslosen Rumänen Luca-Cristian Andronache, der bis Sommer 2025 für den Erstligisten Otelul Galati spielte. Der 1,89 Meter große ehemalige U-Nationalspieler erzielte unter der Woche im Testspiel beim Verbandsligisten VfR Heilbronn den Treffer zum 3:1-Endstand.