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Besondere Geste: Kramaric wird am Samstag geehrt

kicker

Wie Andrej Kramaric bereits in seinem großen kicker-Interview verriet, wird das Spiel am Samstag gegen Leverkusen den Rahmen bilden für eine Würdigung seines langjährigen Wirkens in Hoffenheim. Fast auf den Tag genau vor zehn Jahren hatte der damals von Leicester City zunächst auf Leihbasis geholte Stürmer sein Debüt für die TSG gefeiert. Auch damals gegen Bayer (1:1).

Kramarics Konterfei an der Stadionwand

Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums erfährt der Kroate eine besondere Ehrung. Unter anderem wird der Routinier, der zuletzt auch die Marke von 300 Bundesligaspielen durchbrach und vor seinem 303. Einsatz im Oberhaus steht, überlebensgroß an der Stadionwand verewigt. Vor knapp zwei Jahren hatte der Verein seinen langjährigen Torhüter und Kapitän Oliver Baumann als erstem Profi auf diese Weise gehuldigt, nun soll gleich daneben das Konterfei von Kramaric erscheinen.

Kaderabek bekommt würdigen Abschied

Zudem wird auch Hoffenheims langjähriger Stammspieler Pavel Kaderabek in Sinsheim erwartet. Der Tscheche, dessen Vertrag im Sommer nach zehn Jahren nicht mehr verlängert worden war, soll, etwas verspätet, verabschiedet werden und den Fans Adieu sagen können. "Pavel hatte eine sehr lange und erfolgreiche Phase bei der TSG", weiß Trainer Christian Ilzer, "aber es gehört auch zum Job, harte Entscheidungen zu treffen. Aber es ist top, dass er von den Fans gebührend verabschiedet wird, es ist auch ein Zeichen des Respekts vor einem Spieler, der so lange bei einem Klub gespielt hat."

Ob Kaderabek seinen langjährigen Kumpel Kramaric gleich wieder von Beginn an spielen sehen wird, ist trotz des Ehrentages und trotz der zuletzt überragenden Vorstellung des 34-Jährigen mit dem Dreierpack gegen Gladbach (5:1) durchaus keine Selbstverständlichkeit. "Es kommt darauf an, in allen Bereichen wieder bereit zu sein, dieses große Invest zu betreiben, dazu benötigt man nicht nur die körperliche Komponente, man braucht auch eine enorme Kraft im Kopf", erläutert Ilzer, "da gelten für Andrej dieselben Voraussetzungen wie für alle anderen. Wir verschaffen uns Eindrücke von der Frische aller Spieler, Andrej ist ein Vorbild in seiner Trainingseinstellung, alles zu investieren, um sich bestmöglich fürs nächste Spiel vorzubereiten."

Reifeprüfung für Europacup-Ambitionen

Der Auftakt in die Rückrunde wird der TSG alles abverlangen, da ist sich Ilzer sicher, auch wenn die TSG das seinerzeit noch kriselnde Bayer 2:1 besiegen konnte. "Leverkusen hat eine sehr talentierte Mannschaft, die in bestimmten Phasen zu den besten Teams in Deutschlands zählt, gegen Manchester City gewinnt man auch nicht alle Tage", mahnt der Österreicher, "sie haben sich ebenso gefunden wie wir. Sie zeichnet ein extrem gutes Ballbesitzspiel aus, sie haben Spieler mit hoher Geschwindigkeit, mit der sie den tiefen Raum bedrohen können, sie haben mit Schick einen Zielspieler vorne, sind also in allen Komponenten sehr gut aufgestellt. Da wartet eine Spitzenmannschaft auf uns."

Mit Leverkusen und eine Woche später in Frankfurt bieten sich für die ambitionierten Kraichgauer gleich zwei Gelegenheiten, das angestrebte Europacup-Format unter Beweis zu stellen. "Wenn wir uns oben festsetzen wollen, gilt es einfach auch gegen Gegner des vorderen Drittels zu zeigen, dass wir auch dazugehören und mit diesem Mannschaften mithalten können", hofft Ilzer.

Ilzer zum Interesse an Prömel

Gut möglich, dass mittels Rotation zusätzliche Frische ins Team kommt, neben Bazoumana Touré und dem nach Gelbsperre wieder einsetzbaren Albian Hajdari spricht da viel auch für Grischa Prömel. Die noch offene Zukunft seines Vizekapitäns und Interesse anderer Klubs spielen für Ilzer dabei keine Rolle. "Grischa ist ein ganz fester Bestandteil dieser Mannschaft, ob er sich früher oder später entscheidet, ist sein gutes Recht", so Ilzer, "für mich ist wichtig, dass er sich nicht ablenken lässt von dieser Thematik. Ich nehme ihn als absoluten Leaderspieler dieser Mannschaft wahr. Das wird er bleiben, egal in welche Richtung er seine Zukunft entscheidet."