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BFC Preussen plant punktuelle Korrekturen: Folgen "Architekt" Brehmer weitere Abgänge?

kicker

Als die Mannschaften vom BFC Preussen und BFC Dynamo die Stufen im Preussenstadion aus den Katakomben in Richtung Spielfeld gingen, war es für Stephan Brehmer ein besonderer Moment. Denn der mit der Kapitänsbinde in diesem Spiel auflaufende Brehmer bestritt für die Preussen im Viertelfinale des Berliner Landespokals sein letztes Match, wurde vor dem Anpfiff der 90 Spielminuten offiziell auf dem Rasen verabschiedet. "Es war eine unglaublich schöne und lehrreiche Zeit, aber jetzt freue ich mich auf das, was vor mir liegt", bilanziert der 33-Jährige.

Seit 2023 lief der Abwehrspieler im Trikot der Preussen auf, schaffte mit den Hauptstädtern den Durchmarsch von der Berlin-Liga in die Regionalliga Nordost. "Zusammen mit Patrick Breitkreuz ist Stephan Brehmer der Architekt unseres sportlichen Erfolges auf dem Platz. Der Abgang tut uns sehr weh, sowohl sportlich als auch menschlich", meint Preussen-Trainer Daniel Volbert. Denn für Brehmer, im Beruf Feuerwehrmann, ist Schluss in Berlin. Er wechselt in Richtung Heimat und läuft ab der Rückrunde für den niedersächsischen Oberligisten SV Wilhelmshaven auf. "Es geht zurück zur Familie und zu alten Freunden, was natürlich ein schönes Gefühl ist. Und trotzdem habe ich 13 Jahre in Berlin verbracht, in denen ich viele tolle Momente, gerade im Fußball bei Altglienicke und zuletzt bei Preussen, erleben durfte. Das werde ich definitiv vermissen", so Brehmer und fügt direkt hinzu: "Die Oberliga Niedersachsen hat ihren Reiz, und der Verein verfolgt ambitionierte Pläne."

Sein letzter Auftritt für Preussen hatte noch einmal alles, was man sich von einem packenden Match erwartet - in dem Fall im Landespokal. Am Ende jedoch aus Sicht des Preussen-Spielers mit einer bitteren 1:3-Niederlage gegen den amtierenden Titelverteidiger. "Es war von Anfang an ein 50:50-Spiel", analysierte Brehmer. Nach dem 0:1 gegen den Ligakonkurrenten, der bereits das Hinspiel in der 4. Liga mit 2:1 gewann, "haben wir das Kommando übernommen, verdient den Ausgleich gemacht, aber dann hat uns ein Sonntagsschuss leider auf die Verliererstraße gebracht. Das ist natürlich ärgerlich", so der Preussen-Defensivakteur mit der Rückennummer 33. In der 73. Spielminute verließ Brehmer unter dem Applaus der Zuschauer den Platz an der Malteserstraße, wurde für seinen etatmäßigen Nachfolger Ben Florian Meyer ausgewechselt.

Denn schon im Sommer 2025 wussten die Verantwortlichen beim Aufsteiger über die möglichen Wechselpläne von Brehmer zum Jahresende Bescheid. "Die Option bestand", so Pierre Seiffert, Sportlicher Leiter des BFC. Um auf den Wechsel vorbereitet zu sein, wurde für die Außenverteidigerposition im August extra noch Meyer verpflichtet. Dieser dürfte nun im Team von BFC-Coach Daniel Volbert die erste Wahl in der Viererkette nach der Winterpause sein. Am 24. Januar 2026 geht es für die Berliner mit dem Nachholspiel gegen den ZFC Meuselwitz in der Meisterschaft weiter. Am 5. Januar startet die Vorbereitung.

Dem Vernehmen nach sitzen die BFC-Verantwortlichen vor dem Weihnachtsfest noch einmal in großer Runde zusammen, um sich über den aktuellen Kader auszutauschen und diesen zu bewerten. Denn in der kommenden Transferphase wollen die Berliner noch einmal zuschlagen und sich punktuell mit "jungen, talentierten Spielern", so Seiffert, verstärken - es soll neben Brehmer aber auch noch weitere Abgänge in der Mannschaft geben. Denn nicht bei allen Akteuren im Kader war die Leistung so stark wie beim Abwehrspieler, der sich mit einer Niederlage verabschiedete.