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Braunschweig verliert weiter: "Müssen jetzt den Reset-Knopf drücken"

kicker

In der 86. Minute, als Levente Szabo zum zwischenzeitlichen Ausgleich eingeköpft hatte, war gerechtfertigterweise große Hoffnung im Eintracht-Stadion aufgekommen, dass die Niederlagenserie nach drei Partien endlich ein Ende nimmt. Doch es sollte anders kommen: Nahezu unmittelbar nach dem späten Wiederanpfiff schoss SCP-Joker Stefano Marino die Gäste zum Auswärtssieg - und Braunschweig tiefer in die Kreise.

Heiner Backhaus ist derweil trotz der Niederlagenserie weiterhin von der grundsätzlichen Qualität seiner Mannschaft überzeugt: "Wir haben eine gute Mannschaft. Wenn wir an uns glauben, wenn wir einfach Fußball spielen, mit der Leichtigkeit, dann sind wir richtig gut - und das muss rein", erklärte der BTSV-Trainer im Nachgang bei Sky.

„Ich weiß gar nicht, warum so viel Stress ist.“ (Heiner Backhaus)

"Ich weiß gar nicht, warum so viel Stress ist", führte der 43-Jährige in diesem Zuge aus - ohne anschließend eine genaue Erklärung zu liefern, worauf er mit dieser Aussage abzielte: "Ich setze auf junge Spieler, die machen Fehler, das ist doch klar. Aber die sollen einfach mutig sein, denn wenn du immer mehr Angst hast vor Fehlern, als Mut davor, keine zu machen, dann ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass du Fehler machst."

Genau dieses Phänomen hatte sich aus seiner Perspektive in der Schlussphase ereignet, "sonst wäre es ein 2:1 für uns gewesen - von der Leistung her wäre es nicht unverdient gewesen, hier zu gewinnen."

Bei den Löwen ist die "Euphorie komplett verpufft"

Eine Sichtweise, die Benjamin Kessel unterdessen nicht teilte: "Am Ende muss man trotzdem unter dem Strich sagen, dass es ein verdienter Sieg für Paderborn war", so Braunschweigs Geschäftsführer Sport. "Das war auch in beiden Spielphasen zu wenig. Das muss man klar ansprechen." Während allen voran der Auftritt in der ersten Hälfte "zu mutlos gewesen" sei, hätte man in der Phase zwischen der 60. und 80. Minute - auch bedingt durch Lino Tempelmanns Einwechslung - gesehen, dass durchaus mehr möglich gewesen wäre.

Nach dem fünften sieglosen Spiel müsse man "jetzt den Reset-Knopf drücken", sich "nochmal neu justieren und dann wieder neu angreifen", bilanzierte Kessel und konkretisierte: "Wir hatten eine gute Startphase (zwei Siege zum Auftakt, Anm. d. Red.) und sind jetzt von dem guten Weg abgekommen. So ehrlich müssen wir sein: Diese Euphorie ist komplett verpufft."

Vor den Braunschweigern, die im Falle eines Heimsiegs von Verfolger Dresden gegen Karlsruhe (Samstag, 20.30 Uhr) auf Platz 16 abrutschen würden, liegt also viel Arbeit. Die anstehende Länderspielpause kommt Kessel und Co. deshalb ausnahmsweise gelegen.