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Chelsea feiert "Golden Boy" Palmer

FIFA
  • Überraschend deutlich: Chelsea setzt sich im Finale der Klub-WM gegen Paris Saint-Germain durch
  • Liam Delap, Malo Gusto und Robert Sanchez freuen sich mit Matchwinner Cole Palmer
  • Sieger des adidas Goldenen Balls lobt Trainer Enzo Maresca

Das Drehbuch schien geschrieben – und der Autor kam aus Paris. Paris Saint-Germain sollte als erster Sieger der FIFA Klub-Weltmeisterschaft™ in die Geschichte eingehen. Einer ihrer galaktischen Stars – Achraf Hakimi, Vitinha, Désiré Doué, Khvicha Kvaratskhelia oder Ousmane Dembélé – sollte beim krönenden Abschluss einer unglaublichen Saison die Hauptrolle übernehmen.

Doch dieses Drehbuch wurde im MetLife-Stadion in New York New Jersey in seine Einzelteile zerlegt. PSG, das noch vor wenigen Wochen im Finale der UEFA Champions League mit 5:0 gegen FC Internazionale Milano gewonnen hatte und Atlético de Madrid sowie Real Madrid in den USA jeweils mit 4:0 abgefertigt hatte, war diesmal selbst das Ziel einer regelrechten Machtdemonstration.

Und Cole Palmer war der Hauptdarsteller beim 3:0-Erfolg von Chelsea FC. Der 23-Jährige brachte sein Team mit einem abgeklärten Abschluss in Führung – und legte wenig später nach: Nach einem hohen Ball von Levi Colwill über die Abwehr hinweg startete Palmer durch, ließ mit einer eleganten Körpertäuschung Vitinha ins Leere laufen und vollendete eiskalt erneut ins untere Eck.

Palmer war mit seinem Gala-Auftritt in der ersten Halbzeit noch längst nicht fertig. Kurz vor dem Pausenpfiff zog er mit Tempo durchs Mittelfeld und spielte einen perfekt getimten Pass in den Lauf von João Pedro, der den Ball gefühlvoll über Gianluigi Donnarumma hob – 3:0. Dabei blieb es auch.

"Das war unglaublich", sagte Liam Delap im Gespräch mit FIFA über Palmers Leistung. "Er ist ein Weltklassespieler – und genau das hat er heute gezeigt." Auch Torwart Robert Sánchez fand klare Worte: "Cole Palmer ist der beste Spieler der Welt. Und wenn er es jetzt noch nicht ist, wird er es in den nächsten zwei, drei Jahren sein. Er ist ein Ausnahmespieler, das sieht man in jedem Spiel. Was er macht, ist Magie. Wenn er Chancen bekommt, nutzt er sie. Heute hat er zwei Tore gemacht, fast einen Dreierpack. Beeindruckend."

Dass Palmer lieber Taten statt Worte sprechen lässt, bestätigt auch Malo Gusto: "Er ist oft ein bisschen für sich, eher zurückhaltend", erklärte der französische Rechtsverteidiger. "Aber er ist ein super Typ. Er weiß genau, wann er das Wort ergreifen muss – und kann auch lustig sein, um die Stimmung in der Mannschaft aufzulockern. Wir verstehen uns alle sehr gut, und wir sind wirklich froh, so einen Spieler in unserem Team zu haben. Jeder kennt Cole inzwischen. Eigentlich kannten ihn schon alle vorher. Er ist ein Topspieler – wie viele in dieser Mannschaft. Aber heute hat er uns besonders viel gegeben."

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Palmer wurde nach dem Endspiel gleich doppelt ausgezeichnet – als Michelob Ultra Spieler des Spiels und als Spieler des Turniers (adidas Goldener Ball). Doch anstatt sich selbst zu feiern, rückte er Trainer Enzo Maresca in den Mittelpunkt.

"Natürlich haben viele nicht an uns geglaubt", sagte Palmer gegenüber FIFA. "Aber das hat uns nicht gestört – im Gegenteil, wir haben das als zusätzliche Motivation genutzt und uns da durchgekämpft. Ich finde, wir haben heute alles richtig gemacht – vor allem der Coach. Wir hatten einen klaren Matchplan und haben ihn perfekt umgesetzt."

Auch Torwart Robert Sánchez ist überzeugt: Paris Saint-Germain hatte Chelsea vor dem Anpfiff unterschätzt. "Das sah ganz danach aus, oder?", sagte der spanische Nationalkeeper. "Wenn man sich alles anschaut, was gesagt und geschrieben wurde, dann stimmt das. Sie hatten eine sehr starke Saison, aber sie hatten eben noch nicht gegen uns gespielt."

"PSG hat viel Qualität, sie spielen mit hoher Intensität und viel Energie – aber ich finde, wir haben noch mehr Qualität. Ich habe meinen Mitspielern gesagt: Wir haben mehr Energie als sie, mehr Intensität, und wir werden das Spiel gewinnen. Und genau das haben sie dann auch getan. Wir haben sie ab der ersten Minute unter Druck gesetzt – und wenn wir unsere Chancen hatten, dann hieß es: Tor, Tor."

Sánchez weiter: "Was für ein Finale. Wir haben viel in dieses Turnier investiert und den Titel wirklich verdient. Ich bin überglücklich, wir haben ein großartiges Spiel gemacht, Tore geschossen – und es hätten sogar noch mehr sein können."

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Auch Liam Delap bestätigte, dass Chelsea im Vorfeld kaum jemand auf dem Zettel hatte:

"Natürlich wurde vor dem Spiel viel geredet, aber wir hatten Selbstvertrauen und den festen Glauben an uns. Wir wussten: Wenn wir unseren Matchplan umsetzen, gewinnen wir. Und genau das haben wir gezeigt."

"Jeder einzelne auf dem Platz hatte seine Aufgabe. Wir mussten hungrig sein, um jeden Ball und jeden Zweikampf kämpfen und in den entscheidenden Momenten eiskalt zuschlagen. Das haben wir geschafft. Ich finde, das ist eine ganz besondere Mannschaft – und ich bin überzeugt, dass wir noch Großes erreichen können."