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Chipperfield über die Nati-Möglichkeiten und seinen Vater

kicker

Siebenfacher Schweizer Meister, sechsfacher Schweizer Cupsieger und viermal in der Champions League dabei - Scott Chipperfield hat beim FC Basel eine Ära geprägt. Nicht ganz so weit hat es bisher seinem Sohn Liam Chipperfield gereicht. Der 21-Jährige bekam bei den Bebbi nur wenig Chancen, wechselte anschliessend den Verein und ist mittlerweile beim FC Sion unter Vertrag.

Dort zählt er zwar noch nicht zu den Stammspielern, hat aber bewiesen, dass er in der Super League angekommen ist. "Die Arbeit hat sich ausbezahlt. Ich versuche, jeden Tag Gas und mein Bestes zu geben", sagte der 21-Jährige gegenüber dem Blick. Der Lohn dafür sind 16 Einsätze, zwei Tore und ein Assist. In der U-21-Nati ist er mittlerweile unverzichtbar und hat alle vier bisherigen EM-Quali-Spiele von Beginn weg absolviert.

Doch wieso verlässt ein junger Fussballspieler den Verein, bei dem sein Familienname legendär ist? "Ich bin beim FCB jeden Tag mit ihm verglichen worden, was als kleiner Bub nicht einfach war." So sei es unglaublich, was sein Vater für den Verein und auch in der Nationalmannschaft von Australien geleistet hat, "aber ich will meinen eigenen Weg gehen."

Der Weg war nicht einfach, auch wenn er beim FCB sehr stark gefördert wurde, auch individuell. So habe er stets mit den ein Jahr älteren Spielern mitspielen dürfen und wurde noch vor seinem 18. Geburtstag mit dem Debüt in der Super League beschenkt. Irgendwann ging es dann aber nicht mehr so einfach vorwärts, die Konkurrenz um Talente wie Dan Ndoye, Riccardo Calafiori oder Walter Burger gross.

Zur Zeit seines Wechsel ins Wallis ist der FCS noch zweitklassig: "Es war der perfekte Schritt für mich. Raus aus der Wohlfühloase. Im Wallis lernte ich, an mir zu arbeiten, denn Talent allein reicht nicht. Hier hat es keinen interessiert, was ich bei den Junioren geleistet habe." Chipperfield ist weg von Zuhause, lebt plötzlich allein. Der heute 21-Jährige ist ein Familienmensch, "aber als Fussballer ist man oft allein".

Wie es weitergeht, ist noch unklar. Nach dem Aufstieg im Wallis träumt er aber gross. Nationalspieler will er werden, er dürfte auch für Australien spielen. Er fühle sich jedoch mehr als Schweizer, sagt er. Auch in die Champions League will er, am liebsten mit einem Premier-League-Team. Zu weit will er allerdings noch nicht in die Zukunft blieben, denn man wisse im Fussball nie, was passiert.