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"Cottbus-Experte" Werner verspricht "keine Experimente"

kicker

Sechsmal spielte RB Leipzig in seiner gut 16-jährigen Geschichte gegen Energie Cottbus, allerdings zwischen 2010 und 2013 in den gemeinsamen Regionalliga-Jahren immer nur gegen die Zweitvertretung der Lausitzer. Als ungefährdeter 4:1-Sieger ging man am 4. Mai 2013 beim letzten Aufeinandertreffen auseinander, rund 330 Besucher im Stadion der Freundschaft bildeten dabei einen trostlosen Rahmen.

Zumindest die Kulisse wird am Dienstag eine völlig andere sein, wenn die Leipziger in der 2. Runde des DFB-Pokals bei der ersten Mannschaft von Energie antritt. An der Rollenverteilung im Duell des Bundesliga-Zweiten beim Drittliga-Spitzenreiter ändert das freilich nichts. "Wir sind der Favorit, wir nehmen die Rolle an", sagte Trainer Ole Werner bei der Pressekonferenz am Montag, kündigte aber auch an: "Das wird keine einfache Aufgabe. Natürlich wird der Underdog mit dem Publikum versuchen, sehr, sehr unbequem zu sein."

Werner traf mit Werder zweimal auf Cottbus

Der Coach hat im Gegensatz zu seinem Personal nennenswerte Erfahrungswerte mit der Cottbuser Mannschaft und ihrem Trainer Claus-Dieter Wollitz. Zweimal in den vergangenen drei Jahren gastierte er als Trainer von Werder Bremen jeweils in der Auftaktrunde des DFB-Pokals beim früheren Bundesligisten, dem mühevollen 2:1-Erfolg 2022 folgte im Vorjahr dank dreier Tore von Keke Topp ein vergleichsweise ungefährdetes 3:1. Auf eine ähnlich souveräne Vorstellung hofft Werner, der sich ob der eigenen Erfahrungen selbst als "Cottbus-Experte" titulierte, auch diesmal: "Unser Ziel ist, keinen turbulenten Spielverlauf zuzulassen."

Die Voraussetzung dafür will Werner schon bei der Mannschaftsaufstellung setzen. "Es ist ein extrem wichtiger Wettbewerb für uns. Deshalb geht es für uns darum, die Aufgabe seriös anzugehen und keine Experimente zu machen", sagte er und fügte hinzu: "Wir wählen die Aufstellung, mit der wir die größtmögliche Chance sehen, in Cottbus zu gewinnen."

Werner, Kampl und Co. müssen sich weiter gedulden

Für altgediente, aber seit Saisonbeginn praktisch ausrangierte Recken wie Timo Werner, Kevin Kampl oder Amadou Haidara bedeutet dies, dass ihre Aussichten auf einen Platz im Kader oder sogar einigen Pflichtspielminuten weiter eher gering sind. "Wir haben ja verdiente Spieler im Kader und auf dem Platz", entgegnete er auf eine entsprechende Frage und spielte damit in erster Linie auf die Routiniers Peter Gulacsi und Willi Orban an.

Zumindest Gulacsi erhält in Cottbus allerdings eine Pause, für ihn steht "Pokal-Keeper" Maarten Vandevoordt wie schon beim 4:2-Auftaktsieg beim SV Sandhausen zwischen den Pfosten. "Er hinterlässt im Training einen guten Eindruck und genießt unser volles Vertrauen", sagte Werner über den Belgier. Nach dem 6:0-Kantersieg in Augsburg, dem siebten Bundesliga-Spiel in Folge ohne Niederlage, meldete sich zu Wochenbeginn die dort eingesetzte Belegschaft komplett bereit für weitere Taten. Verzichten muss der Coach daher lediglich auf die Langzeit-Verletzten Benjamin Henrichs, Kosta Nedeljkovic und Viggo Gebel.