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Dabrowski: Zwischen Realismus und Zuversicht

kicker

Der Abstieg rückt näher und näher. Die Lage beim FCE ist bedrohlich, vor allem vor dem Hintergrund, dass die Sachsen mit dem seit Anfang Februar als Cheftrainer fungierenden Christoph Dabrowski bisher nur zwei Zähler holen konnten. Der Trainerwechsel - verpufft. Trotzdem blickt der 47-Jährige mit Hoffnung auf die nächsten Wochen.

Am 20. Dezember des vergangenen Jahres verbuchten die Auer beim 4:0 gegen Schweinfurt ihren letzten Erfolg. Es folgten neun Spiele ohne Sieg. Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel in Essen herrschte deshalb eine Stimmung, die dem angebrachten Realismus in der schwierigen Situation gerecht wurde. Allerdings war es Dabrowski auch ein Anliegen, den Kampfgeist seiner Mannschaft nochmal zu wecken. Als Trainer werde er weiterhin vorneweg marschieren und die Überzeugung haben, überhaupt nichts herzuschenken, sagte der Coach.

Den Glauben in der Gruppe zu erhalten ist die eine Sache, allerdings braucht es dafür auch immer gewisse Einzelspieler, die mit guten Leistungen vorangehen und eine Mannschaft auf dem Feld mitreißen können. Mit Blick auf die aktuelle Phase bezeichnete der gebürtige Pole sein Team als "fragiles Gebilde", in dem "Einzelne auch mit sich selbst beschäftigt" seien.

Comeback-Qualität als Licht im Tunnel?

Einen Punkt wies Dabrowski mit Blick auf sein Team entschieden zurück: Es sei zwar eine mentale Herausforderung, ein Einstellungsproblem sehe er aber nicht. Der Wille, die Klasse zu halten, sei auf jeden Fall da.

Trotz der bitteren Niederlagen in den letzten beiden Spielen lobte der Auer Cheftrainer darüber hinaus auch die Comeback-Qualitäten seiner Mannschaft. Sowohl beim 1:2 bei 1860 als auch beim 1:3 gegen Aachen war Aue trotz Rückstand nicht weit von einem Punktgewinn entfernt.

Kwasniok-Mentalität als Vorbild?

Das Restprogramm ist knackig: Mit Essen, Verl und Duisburg stehen noch so manche Aufstiegsaspiranten im Terminkalender der Auer. Allerdings spielen die Sachsen auch noch gegen Mannschaften auf Augenhöhe wie Regensburg, Stuttgart II und Schweinfurt, zwar alle davon auswärts, das darf aber angesichts der bedrohlichen Lage der Veilchen keine Ausrede mehr sein.

In der Pressekonferenz kam im Hinblick auf das Saisonfinale die Idee auf, dieselbe Strategie für die letzten zehn Spiele zu verfolgen, mit der einst Lukas Kwasniok Jena vor dem Abstieg bewahrte: der Reset-Knopf der Tabelle. Mit einer eigenen imaginären Tabelle für die letzten zehn Spiele könnte man eventuell noch einmal eine neue Mentalität in die Köpfe der Spieler bekommen.