Der 1. FC Union Berlin feiert am 20. Januar 60 Jahre Vereinsgeschichte. Dazu wurde eigentlich geplant, an diesem Tag die Mitgliederversammlung abzuhalten. Doch die vielen Anmeldungen - der Klub rechnet mit etwa 6000 Mitgliedern - machten dem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung, da "nur" rund 4000 Leute in das große Festzelt passen, welches auf dem Parkplatz errichtet wird.
Daher kann Union nicht allen Mitgliedern, die live dabei sein wollen, die Teilnahme an der Versammlung garantieren und hat sich dazu entschlossen, diese abzusagen und zu einem späteren Zeitpunkt in der Saison nachzuholen. Vermutlich nach dem letzten Spieltag bei besseren und wärmeren Bedingungen, dann im Stadion An der Alten Försterei.
Umsatz von rund 191 Millionen Euro
Die Feier um den 60. Geburtstag des Vereins dagegen wird wie geplant am 20. Januar stattfinden. Unter anderem soll die "Elf der 60 Jahre" präsentiert werden, wie Dirk Zingler in einer Presserunde erzählte. "Es wird eine Rückschau und gleichzeitig wollen wir die Gegenwart feiern. Beide Profiteams werden vor Ort sein", sagte der Präsident weiter.
Wie in den zurückliegenden Jahren üblich, hat Zingler in der Medienrunde die anwesenden Journalisten über die finanziellen Kennzahlen informiert. So verbuchte Union Berlin in der Saison 2024/25 einen Umsatz von rund 191 Millionen Euro, in der Spielzeit davor waren es rund 186 Millionen Euro. Zingler erklärte, dass die höhere Summe unter anderem zustande gekommen sei, weil "die höchsten Transfereinnahmen der Klubgeschichte" zu Buche standen.
Am Ende blieb insgesamt ein Gewinn von rund einer halben Million Euro, was Zingler als ein "sehr gutes Ergebnis nach den drei internationalen Jahren" beschrieb. Auch das Eigenkapital von acht Millionen Euro "hatten wir noch nie". Für die aktuelle Saison planen die Köpenicker mit Gesamteinnahmen von rund 183 Millionen Euro und schlussendlich ebenso mit einem Konzernjahresüberschuss von etwa einer halben Million Euro.
Union will 2027/28 ins Olympiastadion umziehen
Zudem bleibt es dabei, dass die Eisernen für die Saison 2027/28 ins Olympiastadion umziehen möchten. "Die Gespräche laufen", erklärte Zingler. Für die Frauenmannschaft dagegen komme es eher nicht infrage, ihre Partien für die eine Spielzeit ebenso im Olympiastadion auszutragen.