Vitinha ist immer da. Der portugiesische Mittelfeldspieler ist das beständigste Element in der nahezu perfekt abgestimmten Maschine von Paris Saint-Germain, das mit einem eindrucksvollen 4:0-Erfolg über Real Madrid ins Finale der FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2025™ eingezogen ist.
Er ist der einzige Feldspieler des Teams, der in allen bisherigen Partien in der Startelf stand und keine einzige Minute verpasst hat. Trotz seiner herausragenden Rolle stellt Vitinha sich selbst nicht in den Mittelpunkt – im Gegenteil:
"Ohne die Mannschaft bin ich nichts", sagte er nach dem Sieg gegen Real Madrid. "Mein individueller Erfolg ist das Ergebnis der Teamleistung. Wir haben 4:0 gewonnen – gegen eine Mannschaft mit großartigen Einzelspielern, so wie wir sie auch haben. Aber der Unterschied war unser Kollektiv. Wir ändern unser Spiel nicht – egal, wer der Gegner ist." Dazu hat Paris aber auch diesen unbändigen Siegeswillen.
Insgesamt stand Vitinha bei dieser Klub-WM über 540 Minuten auf dem Platz – plus Nachspielzeit – und ist damit Sinnbild für das Verhältnis zwischen PSG und dem Spielrhythmus. Während er die meiste Einsatzzeit aller Spieler hat, ist er es auch, der das Tempo des Spiels bestimmt.
Das Pariser Spiel lebt von ständigen Positionswechseln, gezielten Tempowechseln und spielerischer Kontrolle – und fast immer ist es Vitinha, der dabei den Takt vorgibt.
Neben seinen Einsatzminuten liefert er auch beeindruckende Zahlen: Mit 665 Pässen in diesem Turnier kommt er auf über 110 pro Spiel – und ist damit PSGs unumstrittener Taktgeber. Kein anderer Spieler seiner Mannschaft hat so viel Laufarbeit geleistet: 70 Kilometer hat er bislang zurückgelegt.
So auffällig seine individuellen Werte auch sind – sie stehen stets im Dienst der Mannschaft. PSG funktioniert über seine Präzision, sein Spielverständnis und seine unermüdliche Präsenz.
"Ich sage es noch einmal: Unser Geheimnis ist das Kollektiv", so Vitinha. "Wie wir denken und wie wir jede Entscheidung im Sinne des Teams treffen. Gegen Real Madrid waren wir das bessere Team – und genau das war der Unterschied."
"Das ist ganz klar das Werk von Luis Enrique. Wir sind starke Einzelspieler, aber als Team sind wir noch besser. Er bringt uns bei, im Kollektiv zu denken – erst das Team, dann das Individuum."
Neben Vitinha haben noch drei weitere Portugiesen im Kader von PSG die Chance auf eine absolut historische Spielzeit: Nuno Mendes, João Neves und Gonçalo Ramos.
Das Quartett gewann mit Paris bereits die Ligue 1, die Coupe de France und die UEFA Champions League – und holte im Nationaltrikot auch noch den UEFA-Nations-League-Titel mit Portugal.
Ein weiterer Titel – der Gewinn der ersten Auflage des neuformierten FIFA Klub-Weltmeisterschaft™ – würde diese Saison unvergesslich machen. Um das zu erreichen, müssen sie am Sonntag (13. Juli) im Finale gegen den Chelsea FC im MetLife-Stadion noch ein letztes Mal auf den Punkt genau abliefern.