Sechs oder drei Punkte Vorsprung wird der FC Thun in die Phase nach der Winterpause mitnehmen, je nachdem wie der FC St.Gallen am Sonntag spielt. Ganz egal wie viele Punkte es sind, feiern lassen dürfen sich die Berner Oberländer ohnehin - gerade, weil es ja der erste Meistertitel seit der Gründung der Super League ist.
Seit der Ligareform 2003/04 konnten nur wenige Vereine in die Dominanz des BSC Young Boys und des FC Basel eingreifen. In der Saison 2006/07 gelang dies dem FC Zürich, der anschliessend auch Meister wurde. Erneut im Winter zuoberst waren die Zürcher in den Saisons 2008/09 und 2021/22: Am Ende dieser Saisons hiess der Meister ebenfalls FCZ.
2010/11 hatte der FC Luzern einen hervorragenden Winter, rutschte im Frühling in der damaligen Zehnerliga aber tatsächlich noch auf den sechsten Rang ab und verpasste so gar das europäische Geschäft. Nicht ganz so weit nach unten ging es 2012/13 für die Grasshoppers, doch auch sie verpassten den Meistertitel schlussendlich. Im vergangenen Jahr verpatzte der FC Lugano die Rückrunde und wurde schlussendlich Vierter.
Den Tessinern gelang dieses "Kunststück" nicht das erste Mal. Bereits in der damaligen Nationalliga A wurden die Luganesi 2000/01 Wintermeister, mussten schlussendlich aber GC den Vortritt lassen. Auch Xamax schaffte es 1996/97 nicht, der FC Sion feierte in dieser Saison seinen bisher letzten Meistertitel.
Für die Thuner ist dies aber noch längst kein Grund zur Sorge. Nur gerade siebenmal wurde in den letzten 30 Jahren nicht der Wintermeister auch Schweizer Meister. Einzig 2009/10 und 2010/11 war der Fall, dass sich zweimal in Folge nicht der Wintermeister durchsetzte. Der FCT zeigte sich zuletzt in einer Form, in der kaum vorstellbar ist, dass er nach Lugano auch der zweite nicht meisterliche Wintermeister ist.