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"Der VAR ist zum Blitzableiter geworden"

kicker

Seit mittlerweile sieben Saisons kommt der Video Assistant Referee (VAR) in der Schweizer Super League zum Einsatz. Doch die Diskussionen rund um das Hilfsmittel, das den Fussball gerechter machen soll, sind praktisch dieselben wie bei seiner Einführung in der Saison 2019/20.

Ein häufiger Kritikpunkt betrifft die teilweise langen Unterbrechungen während der Entscheidungsfindung. Da die Überprüfungen mitunter mehrere Minuten dauern, bemängeln viele Fans, dass dem Spiel dadurch Spontanität und Emotionen verloren gehen.

Im Fussballpodcast Dritte Halbzeit äusserte sich der ehemalige Spitzenschiedsrichter Fedayi San zu diesen Wartezeiten. Dabei erklärte er, dass bei internationalen Spielen klare Vorgaben gelten würden: "Vor den Spielen in der Champions League haben wir Sitzungen mit unseren Instruktoren, und die haben uns gesagt: Wenn du länger als eine Minute brauchst, um eine Situation zu lösen, dann mach lieber den Deckel drauf. Das kann man aber nur machen, wenn es um eine Situation geht, in der man interpretiert. Bei einer Schwarz-Weiss-Situation musst du es so lange überprüfen, bis du richtig liegst."

San sieht durch den VAR auch eine Veränderung in der Wahrnehmung der Zuschauer. Fehlentscheide würden heute deutlich weniger akzeptiert als früher. "Der VAR steht heute stärker im Fokus als der Schiedsrichter. Er ist der Blitzableiter geworden, weil die Leute nicht verstehen können, dass noch Fehler passieren", sagt der Rekordschiedsrichter der Super League.