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DFB wehrt sich gegen Rassismus und appelliert an Fans

kicker

Die deutsche Nationalmannschaft erlebte am Donnerstag einen historisch schlechten Abend, der für einige Nationalspieler danach noch unangenehmer wurde. Sie mussten während und nach der 0:2-Blamage in der Slowakei in den Sozialen Medien teils heftige Anfeindungen über sich ergehen lassen, darunter auch welche rassistischer Natur. Auf dpa-Nachfrage bestätigte der DFB, dass entsprechende Kommentare der Staatsanwaltschaft übermittelt worden seien.

"Wir sind nicht zufrieden. Ihr seid nicht zufrieden. Können wir auch absolut nicht sein. Aber bevor ihr jetzt unter diesem Post kommentiert, denkt bitte daran, dass Hass Situationen noch nie besser gemacht hat. Besonders Rassismus hat hier überhaupt keinen Platz", schrieb der DFB am Abend bereits zu seiner Ergebnisgrafik auf seinen offiziellen Kanälen.

Nach Verbandsangaben handelte es sich dabei nicht nur um eine vorsorgliche Bitte, sondern um eine konkrete Reaktion. Vor allem die drei Abwehrspieler Antonio Rüdiger, Jonathan Tah und Nnamdi Collins seien zu Zielscheiben hässlicher Kommentare geworden. Letzterer hatte ein unglückliches 45-Minuten-Debüt erlebt und war danach von Bundestrainer Julian Nagelsmann und seinen Teamkollegen öffentlich gestützt worden. "Er kann trotzdem noch 100 Länderspiele machen", meinte etwa Kapitän Joshua Kimmich.

"Wir brauchen euch an unserer Seite"

Nach dem Fehlstart in die WM-Qualifikation, bei der es erstmals überhaupt eine Auswärtsniederlage setzte, hatten in Bratislava die mehr als 1000 deutschen Fans im Gästeblock die Mannschaft wütend weggeschickt. "Wann habe ich die deutschen Fans das letzte Mal Spieler auspfeifen und wegwinken sehen? Das tat mir im Herzen sehr, sehr weh", erklärte Weltmeister und ARD-Experte Bastian Schweinsteiger.

Der DFB hofft mit Blick auf das Heimspiel gegen Nordirland am Sonntag (20.45 Uhr, LIVE! bei kicker) in Köln auf einen schnellen Stimmungsumschwung. "Lasst und gemeinsam weitermachen!", appellierte er. "Wir brauchen euch an unserer Seite."