Die Verpflichtung von Mario Balotelli durch den FC Sion bleibt eines der erinnerungswürdigsten, aber auch kostspieligsten Kapitel in der Geschichte des Clubs. Als der italienische Stürmer nach Sion kam, erhofften sich Fans und Verantwortliche spektakuläre Leistungen auf dem Platz. Doch hinter den Kulissen offenbarte sich eine deutlich kompliziertere Realität.
Auf die Frage, wie viel Balotelli dem Verein letztlich eingebracht oder gekostet habe, antwortete Christian Constantin knapp: "Puh. Keine Ahnung mehr …" Auch sein Sohn und Sportchef Barthelemy Constantin zeigte sich zurückhaltend: "Weiss ich nicht mehr. Aber mein Vater sagt Ihnen gerne, was er an einem Transfer verdient."
War der Transfer der grösste Fehler der Vereinsführung? Die Einschätzung ist eindeutig: "Ich kann nichts anderes sagen." Gleichzeitig räumte Barthelemy ein, dass es sich in diesem Moment um einen Fehler handelte. Der Abstieg folgte, doch die Erfahrung bot auch eine Chance: den Club neu zu strukturieren und für die Zukunft besser aufzustellen.