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Die Geheimnisse hinter dem Fluminense-Team

FIFA
  • Fluminense hat sich bis in das Viertelfinale der Klub-WM vorgearbeitet
  • Die Zusammensetzung der Mannschaft verlief eher unorthodox
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Der Beiname "Time de Guerreiros" – Mannschaft der Kämpfer – begleitet Fluminense FC seit dem Jahr 2009. Damals trotzte das Team allen Statistiken: Sieben Spieltage vor Schluss lag die Abstiegswahrscheinlichkeit bei 99%, doch der Klub rettete sich spektakulär. Seither gab es Höhen und Tiefen, doch der kämpferische Spirit blieb.

Bei der FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2025™ schreibt Fluminense dieses Kapitel neu – und beweist, dass man auch ohne Millionenbudget konkurrenzfähig sein kann, im Gegensatz zum ausgeschiedenen FC Internazionale Milano oder dem kommenden Viertelfinal-Gegner Al Hilal mit seinem Starensemble.

Die Kaderplanung der Brasilianer verlief deutlich bescheidener als bei vielen Rivalen. Beim 2:0-Sieg über den aktuellen UEFA-Champions-League-Finalisten Inter standen nur vier Akteure in der Startelf, deren Transferrechte der Klub fest erworben hatte – alle kamen unspektakulär von anderen südamerikanischen Vereinen.

Zwischen 2021 und 2025 stießen Spielmacher Jhon Arias aus Kolumbien, Facundo Bernal aus Uruguay sowie die Verteidiger Ignácio und Freytes aus Peru zum Kader.

Besonders symbolträchtig ist jedoch die Gruppe der Leistungsträger, die ablösefrei verpflichtet wurden: Torhüter Fábio, Abwehrchef Thiago Silva und Torjäger Germán Cano – alle kamen ohne Ablöse nach Rio, ebenso wie fünf weitere Stammspieler im Achtelfinale. Zudem stand mit Martinelli ein Eigengewächs in der Startelf, während Nonato per Leihe zum Kader zählt.

"Der Gegner hat sicher mehr Geld zur Verfügung als wir – aber auf dem Platz sind es immer elf gegen elf", betonte Trainer Renato Gaúcho nach dem Erfolg gegen Inter.

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Startelf von Fluminense gegen Inter

Fábio, 44 Jahre – ablösefrei verpflichtet im Jahr 2022
Samuel Xavier, 35 Jahre – ablösefrei verpflichtet im Jahr 2021
Thiago Silva, 40 Jahre – ablösefrei verpflichtet im Jahr 2024
Ignácio, 28 Jahre – kam 2024 von Sporting Cristal (PER)
Freytes, 25 Jahre – kam 2025 von Alianza Lima (PER)
Renê, 32 Jahre – ablösefrei verpflichtet im Jahr 2025
Martinelli, 23 Jahre – stammt aus der eigenen Jugendakademie
Nonato, 27 Jahre – seit 2024 ausgeliehen von Santos
Facundo Bernal, 21 Jahre – kam 2024 von Defensor (URU)
John Arias, 27 Jahre – kam 2021 von Santa Fe (COL)
Germán Cano, 37 Jahre – ablösefrei verpflichtet im Jahr 2022


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Jhon Arias – das kreative Herz des Teams – wurde bei drei der bisherigen vier Partien als Michelob Ultra Spieler des Spiels ausgezeichnet.

Sein Wechsel nach Rio erfolgte 2021, nachdem er mit Independiente Santa Fe in der Gruppenphase der CONMEBOL Libertadores auf Fluminense getroffen war. Trotz zweier Niederlagen weckte Arias, damals 23 Jahre alt, das Interesse der Brasilianer.

Ein Jahr später sicherte sich Fluminense den ebenfalls noch unbekannten Uruguayer Facundo Bernal von Defensor. Auch Ignácio (28) kam 2024 aus Peru, Freytes (25) folgte dieses Jahr vom Lokalrivalen Alianza Lima.

"Ich realisiere immer noch nicht, was hier gerade passiert. Es ist wunderschön mit diesem großartigen Klub. Das muss ich erst mal verarbeiten", sagte Freytes nach dem Achtelfinalerfolg gegenüber Globo Esporte.

Einer der wenigen Neuzugänge aus dem brasilianischen Inland ist Hércules (24), der Torschütze zum entscheidenden 2:0 gegen Inter. Er kam diese Saison nach starken Leistungen für Fortaleza.

Die ablösefreien Leistungsträger

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Der bekannteste Name ist Rückkehrer Thiago Silva (40), der seine Karriere einst bei Fluminense begann, den Klub 2008 aber in Richtung Europa verließ. Nach Jahren bei Spitzenklubs kehrte er 2024 zurück. Seine erste Aufgabe war der Klassenerhalt in der Série A, nun führt er die Mannschaft bei der Klub-WM an.

Auch Torschütze Germán Cano (37) kam 2022 ablösefrei, nachdem er in der zweiten Liga bei Vasco da Gama aktiv war. Torwart-Legende Fábio (44) verließ Cruzeiro 2022 nach 976 Spielen, verpasste dort die erhoffte 1.000-Spiele-Marke – mit Fluminense schreibt er nun ein weiteres Kapitel.


Die Routiniers Samuel Xavier (35) und Renê (32) wurden ebenfalls ohne Ablöse verpflichtet. Xavier kam 2021 nach Stationen bei Ceará und Sport Recife, Renê stieß dieses Jahr zum Team, nachdem er zuletzt vereinslos war.

Auch im erweiterten Kader steht mit Paulo Henrique Ganso (seit 2019) ein prominenter Name ablösefrei im Aufgebot – der Spielmacher fand bei Fluminense zurück zu alter Stärke.

Ein Leihspieler für die Balance

Nonato (27) war bereits 2021/22 für Fluminense aktiv, wechselte dann nach Europa zu Ludogorets Rasgrad. Nach einer Zwischenstation beim FC Santos kehrte er per Leihe zurück und hat sich unter Renato Gaúcho im Dreiermittelfeld unverzichtbar gemacht. Er erzielte das Ausgleichstor beim Comeback-Sieg über Ulsan HD.

Das Eigengewächs

Fluminense ist bekannt für seine erfolgreiche Nachwuchsarbeit – zuletzt wechselte Top-Talent João Pedro zu Chelsea. Doch nur ein aktueller Eigengewächs-Spieler stand gegen Inter in der Startelf: Mittelfeldakteur Martinelli (23), seit 2021 Stammspieler mit über 50 Einsätzen pro Saison. Auch beim Copa-Libertadores-Triumph 2023 gegen Boca Juniors stand er gemeinsam mit Fábio, Samuel Xavier, Arias und Ganso auf dem Platz.


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