Dass der FC Thun als Aufsteiger direkt Wintermeister werden, hätte vor der Saison wohl kaum jemand für möglich gehalten. Es habe sich in den letzten Wochen und Monaten jedoch abgezeichnet, dass es möglich ist, meint Präsident Andres Gerber im Interview mit dem SRF. Am Samstag habe es vor allem die "grandiose" zweite Halbzeit gezeigt. "Sie war wie ein Rückblick auf das Jahr. Es war wunderschön."
Nun als Wintermeister bezeichnet zu werden, fühle sich unglaublich an. "Wenn man es gewusst hätte vor einem Jahr, als wir noch in der Challenge League gewesen sind, noch nicht aufgestiegen, hätte man gesagt: Jaja, irgendein Traum. Nach dem Aufstieg natürlich immer noch. Nun habe man viel Selbstvertrauen tanken können und die Situation mache "Lust auf mehr".
Vom Jäger zum Gejagten heisst es nun für die Berner Oberländer. Dieser Challenge ist sich auch Trainer Mauro Lustrinelli bewusst: "Oben zu bleiben ist nicht das gleiche, wie nach oben zu kommen. Das ist eine andere Challenge. Und das ist der nächste Schritt für uns. Wir wollen in der Rückrunde dort oben bleiben."
Über die Winterpause sei nun wichtig, dass sich die Mannschaft gut erholen kann und vor allem auch die Ferien geniesst. Nachher müsse es "noch besser" werden, das Team müsse auch "noch mehr daran glauben". Den Willen, noch besser zu werden, brauche es weiterhin von jedem. Das Saisonziel bleibt die Top 6, aber für zweiten Platz würde Lustrinelli nie unterschreiben. "Und haben wir die Möglichkeit, um den Meistertitel zu spielen, werden wir um den Meistertitel spielen."