Mit dem Finale zwischen dem FC Chelsea und Paris Saint-Germain geht die FIFA Klub WM 2025 zu Ende. Zum ersten Mal wurde das Turnier in diesem Jahr im neuen Format mit 32 Mannschaften ausgetragen und über einen Zeitraum von vier Wochen ausgespielt. Doch der Wettbewerb als solcher ist deutlich älter.
Um die Entstehung der Klub WM zu erklären, muss man mehrere Jahrzehnte in die Vergangenheit reisen. Seit 1960 gab es ein jährliches Duell zwischen dem Sieger des höchsten Europapokal-Wettbewerbs und dem Gewinner des südamerikanischen Pendants, um sozusagen den besten Klub der Welt zu küren.
Im deutschsprachigen Raum wurde dieser Wettbewerb daher auch "Weltpokal" genannt, offiziell hieß er Intercontinental Cup. In den ersten Jahren sah der Modus ein Hin- und Rückspiel vor, ab 1980 wurde der Weltpokal in nur einer Partie auf neutralem Boden in Japan ausgetragen, was am Hauptsponsor Toyota lag.
Der Weltpokal war kein offizieller FIFA-Wettbewerb, sondern wurde von der UEFA und dem südamerikanischen Verband CONMEBOL in Gemeinschaftsarbeit ausgerichtet. Schon Mitte der 1990er-Jahre jedoch reifte bei der FIFA die Idee, ein weltweites Turnier einzuführen, mit Vertretern von allen Kontinenten.
Die Klub-Weltmeisterschaft nahm in den Jahren danach Formen an und wurde im Januar 2000 in Brasilien erstmals ausgetragen. Acht Mannschaften nahmen teil und spielten in zwei Vierergruppen mit anschließendem Halbfinale und Endspiel den Sieger aus. Im rein-brasilianischen Finale setzte sich Corinthians gegen Vasco da Gama durch.
Zu diesem Zeitpunkt bestand der Weltpokal jedoch noch parallel, die Klub WM konnte sich zunächst nicht durchsetzen. Die für 2001 geplante zweite Auflage musste aufgrund fehlender Finanzierung abgesagt werden. Erst mit der Verschmelzung des Weltpokals mit dem neuen FIFA-Wettbewerb entstand 2005 dauerhaft die neue Klub-WM.
Seither nahmen in der Regel sieben Mannschaften an dem Turnier teil, das fast immer am Jahresende kurz vor Weihnachten ausgetragen wurde. Dabei handelte es sich um die Kontinentalsieger der sechs Verbände UEFA, CONMEBOL, CONCACAF, AFC, CAF und OFC sowie zusätzlich einen Vertreter des Gastgeberlandes, meist der amtierende Meister.
Dieses Format wurde bis 2023 gespielt. Ab 2025 findet die Klub-WM nur noch alle vier Jahre statt, dafür aber in deutlich ausgeweitetem Format mit 32 Mannschaften. Rekordsieger ist Real Madrid mit fünf Titeln, insgesamt zwölf Vereine konnten den Wettbewerb bislang gewinnen - neun aus Europa, drei aus Brasilien.
| Jahr | Sieger |
|---|---|
| 2000 | Corinthians |
| 2001 - 2004 | keine Austragung |
| 2005 | FC Sao Paulo |
| 2006 | Internacional |
| 2007 | AC Mailand |
| 2008 | Manchester United |
| 2009 | FC Barcelona |
| 2010 | Inter Mailand |
| 2011 | FC Barcelona |
| 2012 | Corinthians |
| 2013 | FC Bayern München |
| 2014 | Real Madrid |
| 2015 | FC Barcelona |
| 2016 | Real Madrid |
| 2017 | Real Madrid |
| 2018 | Real Madrid |
| 2019 | FC Liverpool |
| 2020 | FC Bayern München |
| 2021 | FC Chelsea |
| 2022 | Real Madrid |
| 2023 | Manchester City |