Der 22-Jährige, der erst im Sommer vom FC Lausanne-Sport zum BSC Young Boys gewechselt ist, stand etwas überraschend bereits wieder zur Verfügung. Erst am 21. März hat er sich bei seinem Länderspieldebüt das Kreuzband im rechten Knie gerissen, am 3. April wurde er operiert. Dass er nun nur ein halbes Jahr später wieder auf dem Feld stehen kann, kommt doch eher überraschend.
Für das schnelle Comeback verantwortlich ist unter anderem YB-Athletiktrainer Stephan Flückiger, der viel Zeit mit dem 22-Jährigen verbracht hat. Sanches musste Kraftdefizite im rechten Bein wettmachen, die Länderspielpause im Oktober war bereits früh ein Ziel, um wieder ins Mannschaftstraining einzusteigen.
Dies gelingt, auch dank hartem Training. Nicht einen Tag gab es, an dem Sanches nicht motiviert war, erinnert sich Flückiger bei der Berner Zeitung. Viel Zeit wurde im Kraftraum verbracht, aber auch der Platz war von Beginn weg Teil des Programms. Und auch immer wieder versuchte sich der 22-Jährige am Ball, wollte immer spielen: "So viel Spielfreude habe ich noch nie gesehen."
Mit Sanches hat Flückiger mittlerweile einen guten Draht, auch dank Edimilson Fernandes, der über Ecken mit Sanches verwandt ist. "Alvyn ist ein ganz feiner, sympathischer Mensch", sagt Flückiger. Ein sympathischer Mensch, der nun wieder als Hoffnungsträger bei YB zählt und der eine "aussergewöhnlich schnelle" Genesung hinter sich hat, wie YB-Arzt Jan Montagne sagt.